Biblische Lehren anstatt Theologien
Autor: Wilfried Bergmann
Verlag: WB Buch (Selbstverlag)
ISBN: 978-3-949411-02-1
Vorwort
Wer kennt es nicht? Da entstehen immer wieder Debatten zu den Themen: Ist die Trinität biblisch oder ein rein theologisches Produkt? Definiert die Bibel die Bezeichnung Christ oder wird er nicht definiert? Ist der Sonntag dem biblischen Sabbat gleichwertig? Ist der Auferstehungstag tatsächlich der Sonntag? Und viele weitere Themen mehr, alle führen zu endlosen Diskussionen und oft nur zur Verteidigung der eigenen Theologie.
Meiner Erfahrung nach, gibt es zwei verschiedene Ursachen für diese Debatten. Der eine Teil sind Theologen, die gewisse Lehren aufrecht halten wollen, weil sie dadurch in ihrer Denomination (Glaubensrichtung) in irgendeiner Form profitieren. Der andere Teil besteht aus Unkenntnis von der Heiligen Schrift. Eben Gläubige die frisch zum HErrn gefunden haben oder welche die die Schrift selbst zu wenig lesen. Leider konditioniert uns die Welt auf Erfolg und Ellenbogenmentalität. Daraus resultiert fehlende Einsicht: Durch unsere Freiheit in Jesus Christus, dürfen wir auch Fehler und Unwissenheit haben. Leider sind die frischen Gläubigen noch unfähig die Wahrheiten der Heiligen Schrift anzunehmen. Paulus hat es sehr schön formuliert: „Milch hab ich euch zu trinken gegeben, und nicht Speise. Denn ihr konntet noch nicht, auch könnt ihr noch jetzt nicht, die weil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind. Seid ihr denn nicht fleischliche, und wandelt nach menschlicher Weise?“ (1.Korinther 3:2-3 Luther 1545).
Das nächste Problem ist das noch fehlende Verständnis für gewisse Grundlagen. Die Briefe des Paulus machen einen sehr großen Teil des Neuen Testaments aus. Die meisten versuchen sich in der Auslegung dieser Briefe. Was wiederrum zu dem Problem führt, Paulus wird völlig falsch verstanden. Dies ist aber kein Phänomen unserer Zeit, es war auch schon zu den Zeiten der ersten Christen der Fall. Dazu schreibt uns Apostel Petrus: „Und die Geduld unsers HErrn, achtet für eure Seligkeit. Als auch unser lieber Bruder Paulus, nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Wie er auch in allen Briefen davon redet. In welchen sind etliche Ding schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis.“ (2.Petrus 3:15 Luther 1545). Wenn wir also die Briefe des Paulus verstehen wollen, bedürfen wir schon eine gewisse Reife in der Schrift und den biblischen Lehren. Sonst neigen wir dazu, die Schriften so zu interpretieren, dass diese sich widersprechen. Dabei sind alle Texte der Schrift ohne einen Widerspruch. Die Texte sind im Einklang. Wenn wir einen Widerspruch finden oder es meinen, liegt es an uns und wir müssen es erneut studieren. Ich versuche ausschließlich biblische Grundlagen zu vermitteln, unabhängig von irgendeiner theologischen Ausrichtung.
1. Sind Juden und Christen etwas Verschiedenes?
Aus unserem allgemeinen Verständnis werden Christen und Juden zwar als ähnlich aber nicht als gleich verstanden. Mir kommt es sehr oft vor, als würden sich die meisten Menschen nicht bewusst sein, dass es nicht den Juden gibt. Auch im Judentum gibt es viele verschiedene Glaubensrichtungen. Es gibt sogar messianische Juden, welche unseren Erlöser ebenfalls angenommen haben. Diese ganzen Glaubensrichtungen sind jedoch völlig vom Menschen gemacht und nicht mit der Bibel im Einklang zu bringen.
Die Heilige Schrift unterscheidet konsequent zwischen zwei Gruppen: Gottes Volk (gläubige Nachfolger) und Götzendiener (alle anderen). Ob wir uns nun orthodoxe Juden, messianische Juden, katholische Christen, evangelische Christen oder sonst wie nennen, spielt bei Gott und seinem Sohn keine Rolle. Unserem Erlöser ist es völlig egal in welcher Gruppe wir uns heimisch fühlen, solange wirihm aufrichtig nachfolgen.
In der Heiligen Schrift wird das Volk Gottes, nach König Salomo, in zwei Lager geteilt: 10 Stämme im Nordreich (Haus Israel) und 2 Stämme im Südreich (Haus Juda). Im Laufe der Geschichte ist nur das Südreich als Gruppe bekannt und zusammen geblieben. Deren Geschwister aus dem Nordreich haben sich mit den anderen Völkern vermischt und sind somit verschollen. Nun ist Jesus im Südreich geboren und lehrte sie als erstes. Nach dem diese ihn aber nicht angenommen hatten, sagte er zu ihnen: „Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle.. Und die selben muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören. Und wird eine Herde und ein Hirte werden.“ (Johannes 10:16 Luther 1545). Wenn Jesus also davon spricht, dass er auch noch Schafe aus einem anderen Stall hat, dann spricht er von dem verschollenem Nordreich. Ergänzend dazu finden wir: „Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen.“ (Matthäus 24:31 Luther 1545) „Darnach sah ich: Und siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen,“ (Offenbarung 7:9 Luther 1545) Aus biblischer Sicht gibt es also keinen Unterschied. Vor allem ist es in den kleinen Propheten schon vorhergesagt, dass beide Häuser wieder zu einem Volk vereint werden.
Auch aus historischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Christen. Wie schon erwähnt, wurde unser Erlöser im Stamm Juda geboren. Seine Jünger, nicht nur die allseits bekannten 12, waren eben falls Juden. Jesus und später auch seine Apostel predigten in jüdische Gemeindehäuser den Synagogen. Die Lebensgewohnheiten waren jene, welche wir heute als typisch jüdisch bezeichnen.
Wenn sich nun Menschen, zur Zeit der Urgemeinde im 1.Jahrhundert n. Chr., für ein Leben in der Nachfolge Jesu entschieden, haben sie sich praktisch für eine Glaubensrichtung des Judentums entschieden. Weil diese kleine und sehr eigensinnig anmutende Glaubensrichtung etwas andere Lehren vertrat, wurde sie als Sekte bezeichnet. Da dürfen wir den Begriff Sekte nicht voreingenommen verstehen. Auch wenn dieser Begriff heute sehr gerne als eine abwertende Bezeichnung verwendet wird, ist die eigentliche Bedeutung völlig harmlos: „kleinere Glaubensgemeinschaft, die sich von einer größeren Religionsgemeinschaft, einer Kirche abgespalten hat, weil sie andere Positionen als die ursprüngliche Gemeinschaft betont, hervorhebt“ (Duden online https://www.duden.de/rechtschreibung/Sekte, abgerufen 2023-03-18 21:46 Uhr).
Wenn Du Dir eine Doku anschaust oder einen Eintrag in einem Bibellexikon liest, wirst Du feststellen das es auch in diesem Punkt keine Debatte gibt: Die ersten Christen waren Juden. In diesem Sinn gibt es zwischen Juden und Christen keinen Unterschied. Streng genommen gibt es eben nur ein Gottes Volk, wo keine Unterschiede wegen der Herkunft gemacht werden.
2. Wie definiert die Bibel die Bezeichnung Christ?
Nun zu den eingangs erwähnten Fragen, beginnen wir mit der Einfachsten. Die Heilige Schrift definiert sehr eindeutig wer als Christ bezeichnet wird. Die Antwort finden wir in der Apostelgeschichte „Und da er ihn fand, führte er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr, und lehrten viel Volks. Daher die Jünger am ersten zu Antiochia Christen genannt wurden.“ (Apostelgeschichte 11:26 Luther 1545). Zu Beginn lesen wir diesen Vers nur sehr oberflächlich, weil wir eben frisch im Glauben und unerfahren sind. Wir lesen eindeutig das die Jünger zu Antiochien, in der heutigen Türkei, Christen genannt wurden. Leider interpretieren wir unsere moderne Ansicht in den Text hinein. Wir beachten nicht das Wesentliche: Was wir heute weitläufig unter dem Begriff Christ verstehen, entstand erst zum Ende des 4.Jahrhundert n. Chr. In der Heiligen Schrift sind die Jünger entweder Menschen aus dem biblischen Südreich, was wir fälschlicherweise schlicht als Juden bezeichnen, oder aus dem biblischen Nordreich, welches damals, wie auch heute, in der Zerstreuung lebte oder es handelt sich um Menschen, welche aus irgendeinem Götzendienst zum „Christentum“ konvertiert sind. Es sind also Menschen aus jedem möglichem Volk, welche Gottes Sohn, Jesus Christus, als ihren HErrn und Erlöser angenommen haben. Dazu gehört es eben, seine Lehren gelehrt zu bekommen und diese in ihrem Leben zu übernehmen. Damit verbunden ist auch, die Heilige Schrift, also was wir heute als Altes und Neues Testament bezeichnen, mindestens zu lesen. Schließlich basieren die Lehren von unserem Erlöser auf die Schriften des Alten Testaments. Alles, was diesen Lehren und den Propheten entgegensteht, ist mindestens eine Irrlehre und kann sehr schnell zum Götzendienst werden. Aus diesem Grund werden wir auch aufgefordert: „Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da sagt: Ich kenne Ihn.
Und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleich wie er gewandelt hat.“ (1.Johannes 2:3-6 Luther 1545). „Kindlein, hütet euch vor den Abgöttern. Amen.“ (1.Johannes 5:21 Luther 1545).
3. Wie biblisch sind Kirchen?
Kirchen sind völlig unbiblisch. Kirchen leben heute davon, dass sie ihren Mitgliedern einreden: Ohne die Bibelauslegung deren Theologen seien alle verloren.
Zu meinem Erschrecken musste ich irgendwann begreifen: Theologie ist nicht gleich Theologie. Obwohl wir nur eine Bibel haben, haben wir viele verschiedene Theologien. Manche betreiben Kindertaufen, andere meinen sie müssen 7-mal unter Wasser getaucht werden, um getauft zu sein. Wieder andere behaupten von sich die Endzeitgemeinde zu sein und viele Unterschiede mehr. Dabei sind alle Kirchen, nach Maß der Bibel, unbiblisch. Denn wer auch nur ein Gebot übertritt, hat alle Gebote gebrochen. Hinzu kommt, in der Endzeit werden die Gläubigen aus dem (noch) zukünftigen Babylon gerufen. Und dieses Babylon besteht aus Wirtschaft, Politik und Religionen. Dazu kommt auch noch, dass die meisten Religionen um eine staatliche Anerkennung bemüht sind. Wenn der Staat jedoch etwas anerkennt, dürfen die Religionsgruppen nicht zu sehr von den staatlichen Vorgaben abweichen.
Wenn der Staat also gleichgeschlechtliche Beziehungen fördert, dann darf eine staatlich anerkannte Religionsgruppe nicht das biblische Verbot einer homosexuellen Beziehung Öffentlich vertreten. Da sehen wir sehr gut: Keine staatlich anerkannte Religionsgruppe kann biblisch vertretbar sein.
Die erste Gemeinde, in der Apostelgeschichte, war keine Religionsgruppe. Es waren Menschen, die aus freien Stücken zusammen lebten und ihren kleinen Besitz aufeinander aufteilten. Natürlich lesen wir auch von Problemen und ähnlichem, aber es war streng genommen nie eine Religion. Zu Anfang waren die Gläubigen eine riesige Familie. Die 12 Stammväter waren Brüder und hatten alle einen Vater. Diese kleine Familie wuchs eben zu einer sehr großen Familie an. Erst im Laufe der Zeit kamen Elemente hinein, die eine Religion ausmachen: „(meist von einer größeren Gemeinschaft angenommener) bestimmter, durch Lehre und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis“ (Duden online https://www.duden.de/rechtschreibung/Religion, abgerufen 2023-03-18 22:06 Uhr). Der Duden erklärt uns sehr einfach, dass eine Religion durch Lehre und Satzungen definiert wird, also durch menschliche Regeln. Deshalb sagte Jesus auch: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr bauet die Gräber der Propheten und schmücket die Grabmäler der Gerechten und saget: Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir nicht ihre Teilhaber an dem Blute der Propheten gewesen sein. Also gebet ihr euch selbst Zeugnis, daß ihr Söhne derer seid, welche die Propheten ermordet haben; und ihr, machet voll das Maß eurer Väter! Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt;“ (Matthäus 23:29-34 Elberfelder 1905) Ebenso sagte Jesus ein anderes Mal zu den damaligen Theologen: „Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum verstehet ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubet ihr mir nicht.“ (Johannes 8:42-45 Elberfelder 1905).
Sobald der Mensch eigene Regeln einbringt und den Glauben von irgendwas abhängig macht, ist es eine Religion. Wenn es eine Religion ist, dann ist es eine unbiblische Gruppierung. Wenn der Mensch die Heilige Schrift als Grundlage hat und aufrichtig glaubt, dann ist es für ihn ein Segen wenn sich andere Gläubige finden und man zusammen lebt. So eine Gruppe ist biblisch begründet und erfordert keine äußerlichen Zeichen.
4. Was sagt die Schrift zur Trinität?
Vermutlich die unnützeste Lieblingsdebatte im christlichen Bereich, ist die Frage nach der Trinität. Dabei spiegelt diese Debatte lediglich das persönliche Verständnis der biblischen Auslegung wider Verstehen wir die Heilige Schrift aus einer theologischen Interpretation heraus, nehmen wir die Lehre der Trinität zur Grundlage. Verstehen wir die Heilige Schrift aus der Schrift selbst heraus, dann haben wir so eine Denkweise nicht.
Auch die Anfänge, der vermeintlich christlichen, Trinität sind im 4.Jahrhundert n. Chr. Es war wieder eine sehr politisch motivierte Kirchenentscheidung. Leider ist es unmöglich eine Trinität mit der Bibel zu begründen, dafür finden wir so manche Stelle, die einfach gegen die Trinität spricht. Bevor wir uns mit den Bibeltexten befassen, schauen wir einfach, was die Experten zur Trinitätsschöpfung sagen (Zitate von https://www.trinitaet.com/hauptartikel/alle -ha/232-zitate abgerufen am 2023-03-16 um 11:29 Uhr ): „Die Bibel kennt die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes nicht. Die Sprache dieser Lehre ist die Sprache der alten Kirche, die diese Begriffe aus der Sprache der klassischen griechischen Philosophie übernommen hat.“ (Shirley C. Guthrie jr. in Christian Doctrine, S. 76-77) Die Fachwelt macht kein Geheimnis aus der Sache, was somit zur Tatsache wird: Die Theologien sind von griechischer Philosophie geprägt. Um diese Tatsache völlig zu verstehen, müssen wir uns bewusst machen, was Philosophie bedeutet: „Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt und die Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt und der Stellung des Menschen in der Welt" (https://www.duden.de/rechtschreibung/Philosophie abgefragt am 2023-03-16 12:40 Uhr) Bei einer Philosophie geht es darum, Antworten auf das Leben zu finden. Die Grundlage bei der Antwortsuche ist das Ignorieren eines Gottes. Wenn wir die Bibel aus einer philosophischen Sicht verstehen wollen, dann ist es nicht nur ein grundsätzlicher Widerspruch, es ist exakt das Gegenteil von den biblischen Lehren. Jesus sagte uns nicht ohne Grund: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, und die Wahrheit, und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Johannes 14:6 Luther 1545).
Jesus lehrt uns ganz klar: Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wenn wir also ihm nachfolgen wollen, gibt es kein Platz für irgendeine Philosophie bei uns.
„Harnack stellt fest, dass die christliche Gemeinde viel aus der griechischen Philosophie übernommen hat. Es sind diese fremden Quellen gewesen, die die Lehren von der Dreieinigkeit und der Inkarnation und ähnliche Vorstellungen haben wachsen lassen, und nicht Jesus.“ (Millard Erickson über Adolf Harnack in God in Three Persons, S. 102) Wieder wird uns aufgezeigt, die Theologien haben die Trinität geschaffen. Es war keine Lehre Jesu. Lehren und Betrachtungen außerhalb der Heiligen Schrift haben uns die Trinitätslehre beschert.
„Die trinitarische Idee hat in den Glaubensbekenntnissen der Kirchen gesiegt, nicht durch die Kraft der Vernunft, sondern durch die Worte des Athanasius; sie ist im Blut tausender und abertausender Märtyrer gewachsen.“ (Thomas Jefferson, dritter amerikanischer Präsident) Der dritte amerikanische Präsident überliefert uns, die Trinität ist die Grundlage für viele Morde im Namen der Kirche. Es ist eben eine ganz schlichte Lehre, welche nicht mit den Lehren Jesu verbreitet wurde.
„Unsere Gegner behaupten manchmal, dass ein Glaube nicht als Lehre verkündet werden soll, der nicht ausdrücklich in der Schrift festgelegt ist[...]Jaber die Protestantischen Kirchen haben solche Dogmen wie die Dreieinigkeit akzeptiert, für die es genau diesen Nachweis in der Schrift nicht gibt.“ (Der katholische Theologe Graham Greene bei der Verteidigung des Dogmas von der Himmelfahrt Marias) Der katholische Theologe klärt die Protestanten (Unsere Gegner) unverblümt auf. Die evangelischen Kirchen haben das Dogma der Dreieinigkeit ohne einen biblischen Beleg akzeptiert. Da haben die Protestanten ihre eigene Grundlage vergessen: Sola Scriptura - Die Schrift allein!
„Heutige Wissenschaftler stimmen im Allgemeinen darin überein, dass es eine Lehre von der Dreieinigkeit als solche weder im Alten Testament noch im Neuen Testament gibt.[...]ESs würde weit über die Absichten und Denkweisen des Alten Testamentes hinausgehen, anzunehmen, dass in ihm eine christliche Lehre des späten vierten Jahrhunderts oder des dreizehnten Jahrhunderts gefunden werden kann. Ebenso enthält auch das Neue Testament keine Lehre von der Dreieinigkeit Gottes.“ (The Harper-Collins Encyclopädia of Catholocism, 1995, S. 564-565) Die Fachwelt ist sich völlig einig: Eine Dreieinigkeit wird an keiner Stelle begründet. Nicht einmal wenn wir die Schrift aus kultureller Sicht (über die Absichten und Denkweisen) betrachten. Gäbe es in der Bibel eine Grundlage für die Dreieinigkeit, würden unsere Geschwister aus dem Südreich, aus den Stämmen Juda und Benjamin, eine zumindest ähnliche Ansicht oder Lehre haben. Unsere Geschwister kennen etwas wie eine Trinität überhaupt nicht. Woher kommt dann so eine unbiblische Lehre? Schlicht aus den theologischen Lehren, welche Ende des 4.Jahrhunderts entwickelt wurden.
„Wir finden im Neuen Testament keine eindeutige, explizite Aussage über die Dreieinigkeit Gottes [...] Die Dreieinigkeitslehre ist in der Bibel nicht eindeutig enthalten,wenn wir dazu Beweistexte verlangen. Es gibt keinen Beweistext im Sinne eines Verses oder einer Stelle, die eindeutig lehrt, dass es einen Gott in drei Personen gibt.“ (Charles C. Ryrie (trinitarischer Bibelwissen- Fa in Die Bibel verstehen, S. 108 Wie ich dieses Zitat das erste Mal las, dachte ich: „Moment mal. Hat Johannes nicht sowas geschrieben gehabt?“ Damals suchte ich eine Weile und fand dann die gemeinte Bibelstelle: „Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen.“ (1.Johannes 5:7-8 verkehrter Luther 1545-Nachdruck vom Verlag Lutherische Buchhandlung SI- LOAH e.V., 2021, ebenso fand sich diese Stelle, bis vor wenigen Jahren, in alien gängigen Bibelübersetzungen).
Wie ich mich anschließend mit dieser Bibelstelle beschäftigte lernte ich: a) Diese Stelle war schon sehr lange ein Streitgespräch und erhielt deshalb die Bezeichnung „Comma Johanneum" b) Diese Übersetzung wurde erst zwischen den Jahren 1550- 1600 in unseren Übersetzungen eingeführt.
c) Wer den Textus Receptus als Grundlage nimmt, hat keine Möglichkeit diese Stelle so zu übersetzen.
Nach dem ich die Luther 1545 zur Hand nahm, sah ich diese Ubersetzung von Luther: „Denn drei sind die da zeugen auf Erden: Der Geist und das Wasser, und das Blut, und die drei sind beisammen.“ (1.Johanes 5:7-8 Luther 1545). Also haben wir keine biblische Grundlage für eine Trinitätslehre. Selbst auf modernen Internetseiten (z.B. bibleserver.com oder diebibel.de) und auch in modernen Drucken finden wir diese Trinitätsbegründung nur noch in den Fußnoten. Dort steht die Stelle aktuell so: „Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind eins.“ (1.Johannes 5:7-8 Einheitsübersetzung auf www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/EUE/1JN.5/1-Johannes-5 abgerufen am 2023- 03-16 14:18 Uhr).
Wir sehen also sehr unmissverständlich, es gibt keine Grundlage für die Lehre einer Dreieinigkeit. Selbst auf Wikipedia findet sich folgendes Zitat: „Evangelische wie römischkatholische Theologen sind sich heute mit wenigen Ausnahmen einig, dass das Comma Johanneum nicht zum ursprünglichen Textbestand des 1.Johannesbriefs gehört und allenfalls eine etwa seit dem 4.Jahrhundert bezeugte Deutung der zweifellos zum Text gehörenden Passage über die „drei irdischen Zeugen" darstellt. [...] In den meisten heute im Handel befindlichen Bibelübersetzungen, einschließlich der römischkatholischen, wird das Comma Johanneum entweder überhaupt nicht erwähnt oder, deutlich als spätere Zufügung gekennzeichnet, in die Fußnoten verwiesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Comma_Johanneum abgefragt 2023-03-16 14:23 Uhr) Wer seine trinitarische Überzeugung auf die Bibel begründen will, sollte sich zur folgende Bibelstelle Gedanken machen: „Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist recht. Denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat.“ (Johannes 5:30 Luther 1545). Wenn unser Erlöser also nichts aus sich selbst machen kann, wie kann er dann allmächtig sein? Wenn er nicht allmächtig ist, ist er dann Gott? Dazu musst Du Dir selbst deine Gedanken machen.
5. Ist Jesus Gott?
Dieses Thema ist stark mit der Trinitätslehre verwandt. Wenn wir nun die Trinitätslehre ignorieren, ist diese Frage schon fast provokant für manchen. Um diese Frage richtig zu beantworten, gibt es wieder gewisse Grundlagen zu verstehen.
Aus der Sicht Gottes gibt es nur eine vernünftige Regierungsform: Gott ist das Maß von allem, weil er Liebe ist. So eine Regierungsform nennen wir Theokratie. Wenn die Führungsrolle von einem Menschen ausgefüllt wird, nennen wir es Monarchie. Diese Regierungsform haben wir auf Erden auch sehr verbreitet und sehr lange gehabt. Die Struktur ist identisch und deshalb auch klar vergleichbar. Wenn nun der König einen Abgesandten losschickte, wurde dieser so behandelt, als wäre es der König selbst. Wer den Abgesandten beleidigt hat, hat den König beleidigt. Da wurde nicht im Geringsten Unterschiede gemacht. Ein Abgesandter des Königs musste entweder vom König offiziell vorgestellt werden oder er bedurfte irgendwas, womit er sich auszeichnen konnte. Wenn Gott jemanden bevollmächtigt und zu uns schickt, dann ist dieser so zu behandeln wie Gott selbst. Jesus zeichnete sich durch seine Wunder aus, dass er, wie er es selber sagte, von Gott gesandt wurde. Wer kann Blinde sehend machen oder Tote wieder erwecken? Nur wer dazu von Gott bevollmächtigt wurde. Der Prophet Elia hat, ähnlich wie Jesus, Wunder getan. Jedoch hat Elia diese Wunder nicht in so einem großen Umfang vollbracht wie Jesus. Spätestens als Jesus von Gott wieder auferweckt wurde, war offensichtlich in welcher Vollmacht er hier war. Doch lass uns einige Bibelstellen zusammen anschauen: „Des andern Tages, sieht Johannes Jesum zu ihm kommen, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Dieser ist's, von dem ich euch gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist, denn er war eher denn ich, und ich kannte ihn nicht. Sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen zu taufen mit Wasser. Und Johannes zeugte, und sprach: Ich sah das der Geist herabfuhr wie eine Taube, vom Himmel, und blieb auf ihm, und ich kannte ihn nicht. Aber der mich sandte zu taufen mit Wasser, derselbe sprach zu mir: Uber welchen du sehen wirst den Geist herabfahren, und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem heiligen Geist tauft. Und ich sah es, und zeugte: Daß dieser ist Gottes Sohn.“ (Johannes 1:29- 34 Luther 1545) „ Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.‘ Damit wandte er sich zu dem Gelähmten und befahl ihm: ‚Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!“ (Matthäus 9:6 NeU) „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben.“ (Johannes 5:22 Luther 1545) Wir sehen also sehr eindrucksvoll: Jesus ist mit vollständiger Vollmacht ausgestattet und somit der einzige Stellvertreter von Gott auf Erden gewesen.
An den Stellen wo wir in der Bibel HERR/HEFrr/Jehova/Jahwe lesen, steht YHWH (Alten Testament) oder kurios (Neuen Testament). Die Begrifflichkeiten im Neuen Testament werden mit dem Sinn vom Alten Testament verwendet. Deshalb wird an diesen Stellen Jesus als unseren HERRN und unseren König und somit als unseren Herrscher aufgezeigt. Wenn wir in der Bibel GOTT/GöOtt lesen, steht dort elohim (Altes Testament) oder theos (hauptsächlich) / chrematizo (unter 10-mal). Auch hier basiert das Verständnis der Wörter auf die Bedeutung der Begriffe aus dem Alten Testament.
Nun kann elohim mal Gott und mal Götter bedeuten. Die Übersetzungen liegen hauptsächlich an dem Kontext. Was leider sehr oft ignoriert wird, ist die weitere Bedeutung von elohim in seiner Urform: Richter. Deshalb finden wir das Wort elohim auch auf Menschen bezogen: „Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter, und all zumal Kinder des Höchsten.“ (Psalm 82:6 Luther 1545). Das es dort um Menschen geht, erfahren wir spätestens aus dem Zusammenhang wie Jesus es später zitierte: „Die Jüden antworteten ihm, und sprachen: Um des guten Werks willen steinigen wir dich nicht. Sondern um der Gotteslästerung willen, und; Das du ein Mensch bist, und machst dich selbst einen Gott. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? So ihr die Götter nennt, zu welchen das Wort geschah, und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden.“ (Johannes 10:33-35 Luther 1545) Da finden wir einen letzten Rest von der ursprünglichen Wortbedeutung.
Wenn wir also davon lesen, dass Jesus unser Gott ist, dann ist es im Sinne von unserem Richter.
„und sprachen: Wir danken dir HERR allmächtiger Gott, der du bist, und warst, und künftig bist, daß du hast angenommen deine große Kraft und herrschest.“ Offenbarung 11:17 Luther 1545).
Es gibt also nicht eine Stelle wo Jesus von sich als eigentlichen Gott spricht. Wie wir aber sehen können, wurde ihm so eine Aussage schon damals unterstellt.
6. Gott ist blutrünstig, oder?
Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich solche Aussagen hörte und las. Ich empfinde so eine Behauptung immer als sehr schrecklich. Schließlich steht nicht ohne Grund geschrieben: „Wer nicht lieb hat, der kennt Gott nicht, denn Gott ist die Liebe.“ (1.Johannes 4:8 Luther 1545). Wenn Gott nun Liebe ist, wie kann er dann grausam sein? Seit wann hat die Liebe etwas mit Grausamkeit gemeinsam?
Die Schrift sagt uns ganz eindeutig, solche Aussagen kommen nur von Menschen, welche Gott nicht kennen. Leider verwirren ungläubige oder götzendienerische Menschen sehr oft die frischen Gläubigen. Auch Gläubige, die schon länger im Glauben stehen, haben oft ein Verständnisproblem. Jedoch sagen diese dann offen, dass sie es nicht verstehen, ohne Gott als grausam zu bezeichnen.
Dabei ist diese vermutete Grausamkeit nur ein missverstandenes Ding. Die Sache mit dem Blut hat verschiedene Aspekte: Zum 1. war das Opfersystem eine Vorbereitung auf den Kreuzestod von Jesus Christus. Paulus schrieb im Neuen Testament, dass das Opfern keine Erlösung brachte. „Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Alle Jahr muß man opfern immer einerlei Opfer, und kann nicht, die da opfern, vollkommen machen. Sonst hätte das Opfern aufgehört, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Gewissen mehr hätten von den Sünden, wenn sie einmal gereinigt wären. Sondern es geschieht nur durch dieselbigen ein Gedächtnis der Sünden alle Jahr. Denn es ist unmöglich, durch Ochsen und Bockblut Sünde wegnehmen. Darum, da er in die Welt kommt, spricht er, Opfer und Garben hast du nicht gewollt. Den Leib aber hast du mir zubereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe ich komme. Im Buch steht vornähmlich von mir geschrieben. Das ich tun soll GOtt deinen Willen." (Hebräer 10:1-7 Luther 1545).
Zum 2. war das Opfersystem eine Form der Erziehung. Wenn wir gesündigt haben, danach ein Lebewesen sterben muss, sollte es uns belehren: Mehr Mitgefühl und weniger Ego zu empfinden. Das Volk nutzte dieses Opfersystem später, um einen Freifahrtschein für ihr sündiges Verhalten zu haben. Deshalb sagte GOtt, dass er keine Lust auf die Opfer des Volkes hat: „Denn ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer. Und am Erkenntnis Gottes, und nicht am Brandopfer.“ (Hosea 6:6 Luther 1545) „Höret des HErrn Wort, ihr Fürsten von Sodom. Nimm zu Ohren unseres Gottes Gesetz, du Volk von Gomorra. Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern, und des fetten von den gemästeten, und hab keine Lust zum Blut der Farren, der Lämmer und Böcke. Wenn ihr herein kommt zu erscheinen vor mir: Wer fordert solches von euren Händen, daß ihr auf meinem Vorhof tretet? Bringt nicht mehr Speisopfer so vergeblich. Das Räuchwerk ist mir ein Gräuel. Der Neumonde und Sabbath, da ihr zusammen kommt, und Mühe und Angst habt, der mag ich nicht. Meine Seele ist Feind euren Neumonden und Jahreszeiten, ich bin der selbigen überdrüssig, ich bin es müde zu leiden. Und wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen von euch. Und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht. Denn eure Hände sind voll Blut. Wascht, reinigt euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen. Laßt ab vom Bösen, lernt Gutes tun, trachtet nach Recht. Helft den Verdruckten. Schafft dem Waisen recht, und helft der Witwen Sachen.“ (Jesaja 1:10-17 Luther 1545) Zum 3. gibt es noch eine weitere Debatte: Ob es mit der Vertreibung aus dem Garten Eden im Zusammenhang steht. Bevor Adam und Eva gehen mussten, machte der HErr Röcke von Fellen für Adam und Eva. „Und Gott der HERR macht Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen, und zog sie an.“ (Genesis / 1.Mose 3:21 Luther 1545). Nun gibt es die Frage: Waren es Felle, mit Haut dran? Dann wären dort schon Tiere wegen den Sünden gestorben. Oder schuf der HErr die Felle, obwohl die Schöpfung beendet war? Oder waren die Felle nur die Wolle von Tieren?
Zum 4. ist es nun ein wenig tricky. Ich zäume das Pferd von hinten auf.
Jesu und sein Volk werden prophetisch als Bräutigam und Braut bezeichnet. Nun sagt das Gesetz, wenn sich der Mann von der Frau scheidet, darf die Frau keinen anderen Mann haben. Weil es sonst Hurerei sei. Nur wenn der erste Mann gestorben ist, darf die Frau einen neuen Mann haben und wird frei von dem Vorwurf der Hurerei.
Durch die gesamte Bibel hindurch, wird GOttes Volk der Vorwurf der Hurerei gemacht, es steht für die ständige Götzenverehrung. Angefangen in der Wüste mit dem Goldenen Kalb, durch die Bücher der Könige und der Chroniken, über die Propheten bis eben zur Offenbarung. Damit nun das Volk von der Schuld der Hurerei los werden kann, muss der erste Bräutigam sterben. Das war der Kreuzestod. Jetzt kann die Braut (sein Volk) erneut heiraten. Durch das Blut sind die Sünden vergeben und durch die Auferstehung wird der alte auch der neue Bräutigam sein. Weil nun aber das Opfersystem ein Schatten vom Kreuzestod war, musste schon im Opfersystem Blut fliessen. Deshalb gibt es eben ständig Blut und Tieropfer in der Bibel.
Im Wesentlichen ist was als grausam bezeichnet wird, das Gnädigste, was uns unser HErr und Erlöser tun konnte.
7. Wieso lässt Gott Böses zu?
Ganz oft wird gefragt, wieso Gott das Böse zu lässt. Oder wieso Gott das Böse geschaffen hat. Leider erwarten viele Menschen, auf diese kurzen Fragen, eine kurze Antworten. Leider sind diese Menschen mit der kurzen Antwort unzufrieden. In kurz ist die Antwort: Weil er uns so sehr liebt, dass er uns den freien Willen gab. Diese Antwort gefällt vermutlich Niemanden. Und die Antwort wird nur schwer verstanden.
Zu Beginn klären wir, was wir als Böses meinen. Ganz oft empfinden wir es als böse, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber dies ist nicht böse, dies ist meist die Erziehung, die Belehrung, für uns.
Wenn wir Kriege, Gewalt, Krankheit und ähnliches als Böse bezeichnen, so sind wir uns einig, was böse ist. Das bekannteste Beispiel ist gewiss Hiob. Er war super und gläubig und noch nicht einmal ein Nachkomme Jakobs. Da ließ Gott es aber zu, dass der Satan ihm Schaden zufügte. Dies geschah, weil Gott wusste, dass Hiob stark genug ist, um es auszuhalten.
Und weil Gott dem Satan beweisen wollte, dass Satan im Unrecht ist. Wenn so etwas in unserem Leben geschieht, haben wir keine Ahnung davon. Wir merken nur das bei uns alles schief läuft, obwohl wir Gott vom ganzen Herzen lieben und unserem HErrn nachfolgen.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, dass Gott das Böse in unserem Leben zu lässt, um uns zu reinigen. Im Alten Testament wird es als Läuterung bezeichnet. Im Neuen Testament sagte Johannes der Täufer schon: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße. Der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich. Dem ich nicht genügsam bin, seine Schuhe zu tragen. Der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ (Matthäus 3:11 Luther 1545). So können unsere bösen Erlebnisse auch ein Teil unserer Feuertaufe sein.
Grundsätzlich hat Gott nicht das Böse geschaffen. Das Böse ist das Ergebnis von unserem freien Willen. Denn jede Entscheidung kann verkehrt sein. Gott sah nach der Schöpfung, dass alles perfekt war. Also gab es dort nichts, was böse war.
Gott wollte keine lebenden Maschinen oder Automaten haben. Er schuf uns aus Liebe und in der Liebe findet sich kein Zwang. Weil er uns also liebt, gab er uns den freien Willen. Mit dem freien Willen entscheiden wir allen über Gut und Böse. Deshalb hat Mose uns ein ganzes Kapitel geschrieben, wo er uns aufzeigt, was die Ergebnisse von unseren Entscheidungen sind. Im Buch Deuteronomium 28 geht es nicht um eine Bestrafung oder einer Belohnung. Es geht um unsere Entscheidung. Mose klärt uns auf was die Konsequenzen unserer Entscheidungen sind. So wie Eltern ihre Kinder auffordern nicht am heißen Herd zu spielen. Die Eltern wollen nicht, dass sich ihr Kind verletzt. Es ist aber eine mögliche Konsequenz. Die Eltern wissen genau, verbieten bringt nichts. Denn solange die Kinder nicht ihre eigene Erfahrung gemacht haben, so lange werden die Kinder nicht verstehen.
Wenn wir unwillentlich eine falsche Entscheidung getroffen haben, behütet Gott uns vor schlimmen Folgen. Er erwartet von uns nur eine aufrichtige und ehrliche Lebensführung. Wenn wir ihm vertrauen, also glauben, dann wird er uns alles gelingen lassen, was gut für uns ist.
Wenn wir ihm aber nicht vertrauen wollen, dann respektiert er unsere Entscheidung und lässt auch zu, dass wir böses und schlechtes machen. Weder der HErr noch Gott zwingt uns irgendwas auf. Beide respektieren Deine Entscheidung und so entsteht im Grunde das meiste von dem Bösen auf der Welt.
8. Starb Jesus für alle Menschen?
Es wird sehr oft behauptet, dass Gott alle Menschen liebt, deshalb sei der Kreuzestod unseres Erlösers für alle Menschen wirksam. Diese Interpretation ist jedoch völliger Unsinn. Wäre dies der Fall, gäbe es am Ende aller tage kein Endgericht.
Jesus starb lediglich für sein Volk und sein Volk ist das kleinste Volk auf der Erde: „Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, das euer mehr wäre denn alle Völker. Denn du bist das wenigste unter allen Völkern.“ (Deuteronomium / 5.Mose 7:7 Luther 1545) Wenn wir also heute von über 2 Milliarden Christen lesen, dann sollte es uns stark zum Denken anregen. Denn das würde bedeuten: Rund jeder vierte Erdenbürger müsste ein Nachfolger Christi sein. Dies widerspricht ganz eindeutig der Heiligen Schrift.
Dazu kommt auch die Aussage unseres Erlösers selbst: „Denn werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt. Weichet alle von mir ihr Ubeltäter!“ (Matthäus 7:23 Luther 1545) Wenn unser Erlöser also nicht grundsätzlich für alle Menschen gestorben ist, wie müssen wir sein Kreuzestod und seine Auferstehung nun verstehen?
Gottes Volk besteht hauptsächlich aus einer einzigen Familie: Die Nachkommen von Jakob, welcher später zu Israel unbenannt wurde.
Wie es in jeder Familie so ist, können grundsätzlich alle Menschen Mitglieder dieser Familie werden. Durch Heirat oder Adoption können wir ein Teil von jeder irdischen Familie werden. Um ein Teil von Gottes Volk zu werden, müssen wir nur Gottes Sohn, Jesus Christus, als unseren König und Erlöser annehmen.
Dies zeigt uns schon der Auszug aus Agypten. Damals sind nicht nur die Israeliten aus Agypten ausgezogen, es hatten sich auch Agypter angeschlossen. Dies wird in der Bibel betont, aber danach wird nie zwischen den Israeliten und den Agyptern unterschieden: „Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Suchoth, sechs hundert tausend Mann zu Fuß, ohne die Kinder. Und zog auch mit ihnen viel Pöbelvolk, und Schafe, und Rinder, und fast viel Viehs.“ (Exodus / 2.Mose 12:37-38 Luther 1545). Auch was wir als die 10 Gebote bezeichnen, betont das die Gesetze auch für die Fremdlinge gilt, welche bei dem Volk leben. Ebenso zeigt uns die Geschichte von Ruth, wer Gott, seinen Sohn und die Satzungen für sich annimmt, wird zu einem Teil seines Volkes. Erst nach dem wir uns zu unserem Erlöser bekennen und die Regeln annehmen, hat der Opfertod von Jesus Christus eine Wirkung für UNS.
9. Sind wir vom Gesetz frei?
Das größte Missverständnis ist die Verwechslung von Werksgerechtigkeit und Werke tun. Viele halten es leider für identisch. Wenn wir den Unterschied verstehen, endet auch jede Diskussion um die Frage: Sind wir vom Gesetz frei gemacht?
Viele Menschen lesen die Briefe von Apostel Paulus oberflächlich und verdrehen zum Beispiel seine Aussage im Römerbrief, wo geschrieben steht: „Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünden und des Todes.“ (Römer 8:2 Luther 1545). Unter anderem wird diese Stelle dafür gehalten, dass die Gesetze für Christi Nachfolger nicht mehr gelten. Bedauerlicherweise lassen sich viele Menschen von so einer Irrlehre verführen. Die Schriften sind untereinander nicht im Widerspruch. Im Alten Testament ist geschrieben, wir sollen das Gesetz halten. Ich kenne auch den Einwand, da Jesus erst im Neuen Testament für uns am Kreuz gestorben ist, verlieren die Gesetze ihre Gültigkeit, so hätten wir jedoch einen Widerspruch. Diese Betrachtung entspringt einem sehr verführten Geist und wird leider nur zu gerne von neuen Gläubigen aufgenommen. Bei dieser merkwürdigen Auslegung, vergessen ihre Vertreter die Worte Jesu in der Offenbarung:„Und wer da überwindet, und hält meine Werke, bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden,“ (Offenbarung 2:26 Luther 1545) „Und blieben noch Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, noch Buße taten für die Werke ihrer Hände, daß sie nicht anbeten die Teufel, und goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Götzen, welche weder sehen, noch hören, noch wandeln könnten.“ (Offenbarung 9:20 Luther 1545) „Und siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden.“ (Offenbarung 22:12 Luther 1545) Also im letzten Buch der Bibel, wo unser Erlöser uns das Ende mitteilt, wird auch durchgängig von unseren Werken gesprochen. Unsere Werke sind ausschlaggebend, für unser zu empfangenem Urteil. Allein schon die sieben Sendschreiben in der Offenbarung sprechen von unseren Werken. Wir können es drehen und wenden, wie wir es wollen, es ändert nichts an die Tatsache: Wer Aussagen, wie im Römer 8:2, so interpretiert, als würde das Gesetz ungültig sein, wird beim Endgericht die Frage gestellt bekommen: Wieso hast Du diese Stellen in der Schrift nur so vergewaltigt?
Schauen wir einfach, was im Römerbrief unbeachtet gelassen wurde: „So ist nun nichts verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.“ (Römer 8:1 Luther 1545) „Auf das die Gerechtigkeit vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde. Die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.“ (Römer 8:4 Luther 1545) Paulus sagt uns ganz klar, dass die gläubigen Nachfolger vom Gesetz frei sind. Es liegt aber nicht daran, dass die Nachfolger bevorzugt werden. Als aufrichtige Nachfolger tun wir die Werke, welche das Gesetz verlangt. Wie es geschrieben steht, wird den Gläubigen das Gesetz ins Herz geschrieben.
Wenn wir allein aus der Liebe zu unserem Erlöser gute Werke tun, dann bedürfen wir kein Gesetz mehr. Aber wir sollen alles prüfen. Somit müssen wir uns auch prüfen, aber womit, wenn das Gesetz nicht mehr gültig wäre?
Es ist völlig richtig: Eine Werksgerechtigkeit erlöst uns nicht. Bei einer Werksgerechtigkeit ist die Überzeugung: Egal wie böse mein Herz ist, wenn ich die richtigen Taten mache, dann werde ich erlöst.
Wenn wir Christi nachfolgen, tun wir dieselben Werke aus Nächstenliebe. Weil wir wissen, dass wir erlöst sind, solange wir dem HErrn nachfolgen. Unsere Werke sind unsere Früchte. Die Früchte sind es, woran wir die Menschen erkennen sollen.
10. Ist der Sonntag dem biblischen Sabbat gleichwertig?
Wie wir gesehen haben, ist jede theologische Befürwortung der Sonntagshaltung, biblisch unbegründet. Die geschichtliche Entstehung des Sonntags ist eine sehr lange Geschichte. Der Anfang des Sonntags als wöchentlicher Ruhetag ist zum Ende des 4.Jahrhunderts nach Christi. Der damaligen Kirche war es wichtig, die langsam entstandenen, verschiedenen Denominationen auf bestimmte Gemeinsamkeiten einzustellen. In diesem Zuge wurde eben der Sonntag als wöchentlicher Ruhetag eingeführt. Das Problem der Kirche war ganz einfach: Die Nachfolger Jesu wurden, mit jedem biblisch christlichem Opfer durch die Römer, wesentlich mehr. Die damalige Kirche hatte schlicht Angst um die Anzahl ihrer eigenen götzendienerischen Anhänger. Bevor wir jetzt ausschweifen und in endlosen Debatten verfallen, lassen wir Vertreter der katholischen Kirche zu Wort kommen, bezüglich der Einhaltung des Sonntags (Zitate entnommen von https://www.jetzt-i st-sabbat.de/der-sabbat/sabbat-oder ‚sonntag/224-50-zitate-katholischerund-evangelischer-theologen-zursab bat-sonntag-frage-teil-2 abgefragt am 2023-03-15 18:37 Uhr): „ Die Kirche hat den Sabbat, den letzten Tag der Woche, als Tag des Herrn aufgelöst und an die Stelle des Sabbats den ersten Tag der Woche, den Sonntag, eingesetzt." (Kardinal M.Faulhaber, Fastenhirten-brief vom 26.2.1950) Der Sonntag wurde von der Kirche, welche heute als katholische Kirche bezeichnet wird, eingeführt.
"Die Kirche verlegte die Beobachtung des Sabbats auf den Sonntag kraft der göttlichen, unfehlbaren Autorität, [...] der Protestant, welcher die Bibel als alleinigen Führer des Glaubens beansprucht, hat keine Berechtigung zur Beobachtung des Sonntags."
("The Question Box" - The Catholic Univers Bulletin - Aug. 14, 1942, S. 4.Ist die Trinität biblisch oder ein rein theologisches Produkt?)
Hier wird uns ganz unmissverständlich gesagt: Wer das Prinzip Sola Scriptura (Die Schrift alleine) beansprucht, hat kein Recht den Sonntag als wöchentlichen Ruhetag zu halten.
„ Es war die katholische Kirche, die, gestützt auf die Autorität Christi, diese Ruhe auf den Sonntag übertragen hat. Daher ist die Beobachtung des Sonntags durch die Protestanten eine Huldigung, die sie, ihrer selbst ungeachtet, der Autorität der katholischen Kirche zollen." (Louis Gaston de Segur - Plain Talk About the Protestantism of Today Boston, 1868, Seite 223.)
Wenn ein bibelgläubiger Christ den Sonntag hält, huldigt er der kath. Kirche. Es spielt keine Rolle, ob jener Christ es will oder nicht.
"So geschah es, dass der Sonntag von Kirche u. Staat als Tag der Ruhe und der Heiligung allgemein und überall gesetzlich geboten wurde, und die Kirche selbst das Gebot Gottes: 'Gedenke dass du den Sabbat heiligest’ dahin abänderte 'Du sollst den Sonntag heiligen‘, wie es in unseren Katechismen heißt. Also nicht Christus, sondern die Kirche hat den Sabbat auf den Sonntag verlegt, oder den Sabbat förmlich abgeschafft und den Sonntag dafür eingesetzt. Dieses lehrt auch der römische Katechismus, wenn er gleich im Anfang von Kapitel III über den Sabbat sagt: „Es gefiel aber der Kirche, die Feier und Heiligung des Sabbats auf den Sonntag zu verlegen." (Joseph Winkler, Chorherr zu Luzern - "Der Sonntag", S. 52.53) Das ist nun ein völliges Bekenntnis zur biblischen Untreue. Der biblische Sabbat wurde förmlich abgeschafft und der Sonntag ist der Ersatz für den ursprünglich biblischen Sabbat. Dabei steht geschrieben: „Und nun höre Israel die Gebote und Rechte, die ich euch Iehrg, daß ihr sie tun sollt. Auf das ihr lebt, und hinein kommt, und das Land einnehmet, das euch der HERR eurer Väter Gott gibt. Ihr sollt nichts dazutun, das ich euch gebiete. Und sollt auch nichts davon tun. Auf das ihr bewahren mögt die Gebote des HERRN eures Gottes, die ich euch gebiete.“ (Deuteronomium / 5.Mose 4:1-2 Luther 1545) Die Aufforderung, die Regeln nicht zu verändern, wird uns auch an anderer Stelle gesagt: „Alles was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, daß ihr darnach tut. Ihr sollt nicht dazu tun noch davon tun.“ (Deuteronomium / 5.Mose 12:32 Luther 1545). Selbst Jesus sagte uns: „Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der Geringste heissen im Reiche der Himmel; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.“ (Matthäus 5:17-20 Elberfelder 1905) Doch was sagt uns nun das Gesetz zum Sabbat? „Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle dein Ding beschicken. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, und das Meer, und alles was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ (Exodus / 2.Mose 20:8-11 Luther 1545). Hinzu kommt, das Sabbatgebot wird wiederholt: „Den Sabbattag sollst du halten, daß du ihn heiligest. Wie dir der HERR dein Gott geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch der Fremdling der in deinen Toren ist. Auf daß dein Knecht und deine Magd ruhe, gleich wie du. Denn du sollst gedenken: Das du auch Knecht in Agyptenland warst. Und der HERR dein Gott dich von dannen ausgeführt hat mit einer mächtigen Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR dein Gott geboten, daß du den Sabbattag halten sollst.“ (Deuteronomium / 5.Mose 5:12- 15 Luther 1545) Was ist denn so Besonderes an diesem Tag? Ist es eigentlich nicht uninteressant, welchen Tag wir zur wöchentlichen Ruhe nehmen? Ob wir nun an einem Sonntag oder einem Freitag oder an einem Samstag uns besinnen und die Verbindung zum HErrn suchen, ist es ein Unterschied? Aus rein menschlicher Sicht dürfte es völlig egal sein. Doch als Nachfolger Christi ist der richtige wöchentliche Ruhetag sehr wichtig: „Sage den Kindern Israel, und sprich: Haltet meinen Sabbat. Denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch, auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der HERR bin, der euch heiligt. Darum so haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt: Der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit drinnen tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk." (Exodus / 2.Mose 31:13-14 Luther 1545) Unser HErr sagt uns, der Sabbat ist ein ewiges Zeichen zwischen ihm und uns. Wenn wir also den Sabbat gegen den Sonntag austauschen, tauschen wir das ewige Zeichen aus. Damit werden wir dem HErrn wieder untreu und Untreue hat den ewigen Tod als Konsequenz. Die Schrift sagt uns auch, welche Bedeutung der Sabbat in unserer Zukunft hat: „Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, so ich mache, vor mir stehen, spricht der HERR. Also soll auch euer Samen und Namen stehen. Und alles Fleisch wird einen Mond nach dem andern, und einen Sabbath nach dem andern kommen, anzubeten vor mir, spricht der HERR.“ (Jesaja 66:22-23 Luther 1545).
Selbst wenn die neue Erde gemacht ist, wird jeder Sabbat gehalten weren.
Heute ist es einfach nur eine theologische Tradition, den Sonntag zu halten. Eine Tradition ohne biblische Grundlage. Wenn wir unser Leben dem HErrn übergeben und ihm völlig nachfolgen wollen, dann können wir das ewige Zeichen nicht einfach austauschen oder ignorieren.
11. Ist der Sonntag der Auferstehungstag?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns erst einmal verdeutlichen, welche besondere Zeit zur Kreuzigung war. Zur Kreuzigungszeit wird uns sehr viel in den Evangelien übermittelt. Es beginnt mit dem Passahmahl. „Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an welchem das Passah geschlachtet werden mußte.“ (Lukas 22:7 EIberfelder 1905). Wir erfahren sehr schön zwei sehr wichtige Informationen: a) Es geht um das Passah b) Es musste das Lamm geschlachtet werden Daran erkennen wir, es geht um das Fest des HErrn aus Levitikus / 3.Mose 23: „Dies sind die Feste Jahwes, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden, ist Passah dem Jahwe. Und am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem Jahwe; sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen. Am ersten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. Und ihr sollt Jahwe ein Feueropfer darbringen sieben Tage; am siebten Tage ist eine heilige Versammlung, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. Und Jahwe redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen; und er soll die Garbe vor Jahwe weben zum Wohlgefallen für euch; am anderen Tage nach dem Sabbath soll sie der Priester weben. Und ihr sollt an dem Tage, da ihr die Garbe webet, ein Lamm opfern, ohne Fehl, einjährig, zum Brandopfer dem Jahwe; (Levitikus / 3.Mose 23:4-12 Elberfelder 1905) Das Passahlamm soll am 14.Abib am Abend geopfert werden. Aus dem Kontext ist zusätzlich erkennbar, die Erstlingsgabe soll nach dem Sabbat, also am 16.Abib, geopfert werden. Aber der gesamte Zeitraum vom 15.Abib bis zum 21.Abib ist das Fest des HErrn. Dieses Fest wurde später „Woche der ungesäuerten Brote” genannt.
Wenn unser Erlöser also das Passahlamm mit seinen Jüngern aß, dann ist es der 14.Abib. Die biblisch geschilderten Ereignisse, die Befragung durch den Hohenrat, der Verurteilung durch Pontius Pilatus und der Folterung, verdeutlichen uns das die Kreuzigung unseres Erlösers an einem Freitag stattfindet. Die Schrift spricht unmissverständlich von dem Rüsttag: „Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbath am Kreuze blieben, weil es Rüsttag war denn der Tag jenes Sabbaths war groß, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen werden möchten.“ (Johannes 19:31 Elberfeider 1905). Zu der biblischen Tageszählung müssen wir wissen, der neue Tag beginnt mit dem erloschenen Sonnenschein. Wenn also die Sonne nicht mehr am Himmel steht, beginnt der neue Tag. Dies ist für uns sehr ungewöhnlich. Wir sind gewohnt einen neuen Tag anhand der Uhrzeit zu bestimmen, sprich 24 bzw. O Uhr. Da die Uhrzeiten jedoch nicht so eindeutig bestimmt werden können, ist die Heilige Schrift auch in diesem Punkt Ereignisorientiert. Jeder kann erkennen, wenn die Sonne nicht mehr am Himmel steht. Jesus sagte schon im Vorfeld zu den Schriftgelehrten: „Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas’, des Propheten. Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.“ (Matthäus 12:39-40 Elberfelder 1905).
Wir wissen, aus der Schrift, der Todeszeitpunkt war die neunte Stunde: „Als es aber die sechste Stunde war, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; und zur neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sagte: Eloi, Eloi, lama sabachthani? was verdolmetscht ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Markus 15:33-34 Elberfelder 1905). Die neunte Stunde entspricht in unserer Gewohnheit etwa 15 Uhr.
Selbst, wenn wir das Datum unbeachtet lassen, wissen wir das Gottes Sohn, Jesus Christus, an einem Freitag um etwas 15 Uhr entschlafen ist. Anschließend wurde er ins Grab gelegt. Beim Sonnenuntergang liegt Jesus nach biblischer Gewohnheit die erste Nacht im Grab. Damals musste die Nacht und der Tag nicht beendet sein, um als erfüllt zu gelten. Da reicht es aus, dass die Nacht oder der Tag angebrochen war.
Freitag (mit Sonnenuntergang): erste Nacht / keinen Tag Samstag (mit Sonnenuntergang): zwei Nächte / ein Tag Sonntag (mit Sonnenuntergang): drei Nächte / zwei Tage Montag (mit Sonnenaufgang): drei Nächte / drei Tage Durch die Schrift erkennen wir sehr schön: Der Auferstehungstag kann definitiv nicht der Sonntag gewesen sein. Wenn wir also in modernen Übersetzungen vom ersten Wochentag lesen, ist damit der erste Wochentag nach kirchlicher Tradition gemeint. Da die Kirche den Sonntag zum letzten Wochentag gemacht hat, ist der erste Wochentag der Montag. Mir ist lediglich die Luther 1545 bekannt, welche es völlig richtig übersetzt: „Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbather sehr früh, da die Sonne aufging.“(Markus 16:2 Luther 1545). Durch diese Übersetzung wurde ich erst aufmerksam und schaute genauer hin was. damals eigentlich los war. Diese Übersetzung ist auch völlig im Einklang mit dem Textus Receptus Grundtext. Denn dieser spricht von sab‘-bat-on (Strong G4521). Weil es die Festwoche des HErrn war, spricht die Schrift von der Mehrzahl von Sabat.
12. „Ich sage Dir, heute...“ oder „Ich sage dir heute,...“?
Die Stelle in Lukas ist auch ein Dauerbrenner bei den Debatten. Der Ursprung dieses Problems liegt daran, es gibt im griechischem keine Kommasetzung. Wenn Luther übersetzt: „Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23:43 Luther 1545) Dann könnte es auch so übersetzt werden: „Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir Heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“. Es gab eine Zeit, wo ich unbedingt die richtige Übersetzung wissen wollte. Je mehr ich mich auf dieses Ziel konzentrierte umso weniger verstand ich es und vernachlässigte mein weiteres Bibellesen. Erst Jahre später tauchte das Thema wieder auf. Ehrlich gesagt, unterm Strich spielt es keine Rolle. Ob der Mitgekreuzigte nun an seinem Todestag mit unserem Erlöser im Himmelreich war oder ob jener erst später mit uns ins Himmelreich gelangt, es hat für uns keine Auswirkung. Deshalb empfinde ich diese Debatte mittlerweile einfach als unnütz. Da ich es aber kenne, wie brennend manche Fragen sein können, möchte ich auch hier Stellung beziehen. Ich danke unseren HErrn, dass er mir diesen YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/@schnauzer3815/videos) zeigte, denn dort wurde ich fündig, um die Stelle verstehen zu können.
Grundsätzlich vergleicht die Bibel den körperlichen Tod mit dem Schlaf. Erst nach der Auferweckung der ganzen Welt wird über den Tod oder dem ewigen Leben entschieden. Zu dieser Grundsätzlichkeit müssen wir aber bedenken: Jesus Christus hat, zu seiner Zeit, manche Menschen vorzeitig ins Leben zurück geholt. Ebenso wurden im Alten Testament Menschen auch schon vorzeitig ins Himmelreich geholt, ohne dass diese einen körperlichen Tod erlebten. Somit gilt hier, wie so oft, die Ausnahme bestätigt die Regel.
Es kann also durchaus sein, dass der Mitgekreuzigte schon am selben Tag ins Himmelreich kam. Auch wenn die andere Übersetzungsmöglichkeit für ihn gilt, ändert es nichts an dem Empfinden des Mitgekreuzigten. Wenn wir uns überlegen, wie es bei uns mit dem Schlafen ist, dann stellen wir fest: Beim Schlafen haben wir kein Zeitgefühl. Wenn wir also körperlich sterben, irgendwann zum Endgericht auferweckt werden, dann kommt es uns so vor, als wären wir gerade erst entschlafen. Da ist es völlig uninteressant, ob wir vor einer Sekunde den körperlichen Tod erlebten oder ob es schon 1.000 Jahre her ist. Die Heilige Schrift ist sehr oft Ereignisorientiert. Wenn wir das Entschlafen als ein Ereignis betrachten und ebenso die Auferweckung, dann sind diese Ereignisse für unser Empfinden unmittelbar hintereinander. Auf diese Art ist jede UÜbersetzungsmöglichkeit völlig richtig. Nach dem ich dieses verstanden habe, spielt es für mich keine Rolle welche Übersetzung richtig ist.
13. Können wir essen, was wir wollen?
Das Thema Speisegebote wird auch sehr oft für unnütze Debatten verwendet. Es ist schon verrückt, wieviel Zeit mit diesem Thema verschwendet wird. Hier liegt das Problem an unserem weltlichen Verständnis. Ganz oft wird, in diesem Zusammenhang, Jesus zitiert: „Und er rief zu ihm das ganze Volk, und sprach zu ihnen: Höret mir alle zu, und vernehmt es. Es ist nichts außer dem Menschen, das ihn könnte gemein machen, so es in ihn geht. Sondern das von ihm ausgeht, das ist's, das den Menschen gemein macht. Hat jemand Ohren zu hören der höre. Und da er von dem Volk ins Haus kam; Fragten ihn seine Jünger um dies Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Vernehmt ihr noch nicht. Das alles was außen ist, und in den Menschen geht, das kann ihn nicht gemein machen? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und geht aus durch den natürlichen Gang, der alle Speise ausfegt. Und er sprach: Was aus dem Menschen geht, das macht den Menschen gemein. Denn von innen aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus, böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft. Alle diese bösen Stücke gehen von innen heraus, und machen den Menschen gemein.“ (Markus 7:14-23 Luther 1545) Da sagt Jesus uns sehr deutlich: Der Mensch wird durch seine Handlungen unrein. Es ist nicht das Essen, was wir zu uns nehmen. Aber dann ist die Frage: Wozu gibt es dann überhaupt die Speisegebote?
Es gibt kein Gebot für unsere Speisen. Es wurde zwar als Gebote interpretiert, aber im Grunde sind es von Anfang an Empfehlungen. Die Speisegebote finden wir im 3.Mose 11.Diese werden eingeleitet mit den Worten: „Redet mit den Kindern Israel, und sprecht: Das sind die Tiere die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden.“ (Levitikus / 3.Mose 11:2 Luther 1545). Was wir im Grundtext jedoch nicht finden, ist das Wort sollen. Eines der Schlußverse spricht von, es ist ein Gesetz. Dort steht dann: „Dies ist das Gesetz von den Tieren und Vögeln, und allerlei kriechenden Tieren im Wasser, und allerlei Tieren die auf Erden schleichen“ (Levitikus / 3.Mose 11:46 Luther 1545).
Leider wird hier sehr oft der Kontext übersehen oder ignoriert. Der Sinn oder der Zweck für diese Speisevorschriften wird uns auch ganz klar benannt: „Macht eure Seelen nicht zum Scheusal, und verunreinigt euch nicht an ihnen, das ihr euch besudelt.“ (Levitikus / 3.Mose 11:43 Luther 1545) Unser heutiges Problem ist, wir betrachten die Seele als etwas Zusätzliches. Jedoch ist der Mensch im Ganzen eine Seele. Wenn der HErr uns nun auffordert auf unsere Ernährung zu achten, um unsere Seele nicht zu verunreinigen, bedeutet es lediglich: Pass auf was Du isst, damit Du nicht krank wirst!
Der HErr möchte das wir gesund bleiben, deshalb sagt er uns welche Tiere gesund für uns sind und welche eben nicht. Dies ist das Gesetz. Wenn wir uns in unserer Gesellschaft umschauen, sehen wir viele Krankheiten die schlicht durch unsere Ernährung entstehen können: Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Cholesterin und viele mehr. Dies ist dann mitunter der Grund für diesen Vers: „und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN deines Gottes gehorchen, und tun was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote, und halten alle seine Gesetze. So will ich der Krankheit keine auf dich legen, die ich auf Agypten gelegt habe. Denn ich bin der HERR dein Arzt.“ (Exodus / 2.Mose 15:26 Luther 1545).
Es liegt bei jedem selbst, ob die Speisegebote eine Rolle in seinem Leben spielen. Leider weiß ich auch, dass viele Menschen alles Mögliche zu sich nehmen und dann über Gott schimpfen. Weil diese Leute meinen es sei ungerecht, dass sie nun irgendwelche Krankheiten haben. Die Erkrankungen durch unsere ungesunde Ernährung beschränken sich nicht nur auf körperliche Beschwerden und Leiden. Auch Erinnerungsprobleme und allgemeine Hirnleistungen stehen im Zusammenhang mit unserer Ernährung. Unser Gehirn verursacht etwa 20% von unserem Stoffwechsel, obwohl es nur etwa 2% von unserem Gewicht ausmacht. Wenn wir uns ungesund ernähren, dann werden die Giftstoffe für eine lange Zeit in unseren Fettspeichern eingelagert. So können wir unter Umständen auch erst nach Jahren gesundheitliche Probleme bekommen. Dann sind wir uns nicht einmal bewusst, woher unsere körperlichen Leiden herkommen. Hinzu kommt, zum Beispiel bei Suchtmittel und Medikamenten, dass viele Stoffe unser Handeln beeinflussen. Selbstverständlich können wir Gott dankbar sein, dass wir gewisse Medikamente haben. Ich möchte nur sehr ungerne auf ein Narkosemittel verzichten, wenn ich operiert werde. Ich halte Medikamente, um uns vor Thrombosen zu schützen, wenn wir uns ein Bein oder so gebrochen haben, auch für etwas sehr Gutes. Unser Problem beginnt an der Stelle, wo wir unseren Körper dauerhaft schädigen. Es gibt Patienten, welche dauerhaft Morphine, also Opiate, nehmen müssen. Auch wenn diese schmerzlindernden Medikamente zur Linderung nötig sind, ändert es nichts an der Tatsache: Diese Medikamente beeinflussen den Menschen in seinen Empfindungen.
Es ist keine Seltenheit, dass Schmerzpatienten distanzierter und empathieloser sind. Selbstverständlich sind dies extreme Beispiele, aber auch unsere gewöhnliche Ernährung hat Einfluss auf unseren Charakter.
Wenn Du Dich also das nächste Mal zum Thema Speisegebote unterhältst, denke einfach daran das die Speisegebote nur eine sehr gute Ernährungsempfehlung ist. Auch wenn wir Tiere wie Krabben und Schweine essen können, meinst Du es ist ar diese zu essen? Diese Tiere ernähren sich von Müll. Wenn wir diese Tiere Essen, nehmen wir also die Schadstoffe auf, welche zuvor die Tiere gegessen haben. Jedoch hat Gott diese Tiere so geschaffen, dass diese die Schadstoffe sehr gut vertragen. Aber unser Körper ist nicht dafür geschaffen, dauerhaft Giftstoffe zu uns zu nehmen.
14. Sind Jünger und Apostel dasselbe?
Ganz oft werden die Begriffe Jünger und Apostel austauschbar behandelt. Jedoch ist dies nicht richtig. Die Bibel unterscheidet sehr bewusst zwischen diese Begriffe. Auch Bibellexika unterscheiden zwischen einen Jünger und einen Apostel. Wenn wir bei Lukas schauen, lesen wir: „Und da es Tag ward, rief er seine Jünger, und erwählte ihrer zwölf, welche er auch Apostel nannte:“ (Lukas 6:13 Luther 1545). Wir sehen hier sehr gut, um ein Apostel zu sein, muss man erst einmal Jünger sein. Neben den 12 bekannten Jünger, sandte Jesus noch viel mehr aus: „Darnach sonderte der HErr andere siebzig aus, und sandte sie, je zwei und zwei, vor ihm her, in alle Städte und Orte, da er wollte hinkommen,“ (Lukas 10:1 Luther 1545). Also was ist nun der Unterschied? Durch die biblischen Zusammenhänge gibt es die einheitliche Meinung: Ein Apostel ist ein Jünger mit einem Auftrag. In den oben genannten Stellen werden die Jünger mit dem Missionsbefehl beauftragt.
Wer also unserem Erlöser zuhört und ihm folgt, ist ein Jünger. Wenn der Jünger nun an Wissen gewachsen ist und einen Auftrag erhält und diesen befolgt, ist der Jünger ein Apostel. In diesem Sinn gibt es auch keinen Zweifel, dass das Apostelamt vom Geschlecht unabhängig ist.
Bis ins 13.Jahrhundert gab es gar keine Debatte um einen weiblichen Apostel mit dem Namen Junia. Erst im Mittelalter wurde der Name Junia in Junias verändert und so wurde aus einer Frau ein Mann. Auch wenn wir uns vielleicht über Junia streiten können, können wir uns nicht über den ersten weiblichen Apostel streiten. Diesen weiblichen Apostel aus der Bibel zu streichen war einfach unmöglich: Es war die Jüngerin Maria.
Wir lesen durch alle Evangelien wie Maria unseren Erlöser nachfolgte. Allein durch diese Beschreibung von Maria, können wir ihr die Nachfolge nicht abreden. Bei Markus ist ihr Auftrag von Jesus nur zu erahnen: „Jesus aber, da er auferstanden war, früh am ersten Tag der Sabbather, erschien er am ersten der Maria Magdalene. Von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin, und verkündigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten.“ (Markus 16:9.10 Luther 1545).
Bei Johannes erfahren wir jedoch von Jesus Auftrag an Maria: "Spricht Jesus zu ihr: Maria. Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabuni; das heißt: Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater, und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkündigt den Jüngern: Ich habe den HErrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt.“ (Johannes 20:16-18 Luther 1545). Wenn Maria also einen direkten Auftrag von Jesus Christus erhielt, dann ist sie ganz klar ein weiblicher Apostel. Jünger und Apostel können alle werden, der Unterschied liegt darin, einen Auftrag zu haben oder nicht. Diese Betrachtung wird durch die Umkehr des Apostel Paulus bestätigt. Wer die Bibel oberflächlich liest, wundert sich über meine Aussage. Anfänglich verfolgte und tötete Paulus die Nachfolger Jesu. Da Paulus sich damals sicher war, dem HErrn einen Dienst zu tun. Als gläubiger Pharisäer, aus dem Stamm Benjamin und jemand der den HErrn von ganzer Seele liebte, war er schon ein Jünger. Ein Jünger auf Abwege, dennoch ein Jünger. Zum Apostel wurde er durch sein Damaskuserlebnis.
15. Wieso sind die 10 Gebote so schwer?
Viele Menschen meinen das die 10 Gebote schwer seien. Viele Menschen halten die Gebote zwar in weiten Teilen für gut, aber als zu schwer um sie einzuhalten. Dies ist aber nur ein Vorurteil. Die Heilige Schrift selbst sagt uns: „Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben, und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer.“(1.Johannes 5:2-3 Luther 1545).
Jede Behauptung, es sei schwer oder unmöglich, die Gebote zu halten, ist eine Lüge. Wenn wir die Gebote richtig verstehen, erkennen wir etwas Wundersames: Es geht nicht darum uns etwas zu verbieten. Es geht darum unsere Mitmenschen vor unsere Ungerechtigkeit zu schützen.
Wie gesagt, Gott will das wir glücklich sind. Deshalb gab er uns einen freien Willen und überlies uns die Entscheidung. Wenn wir uns aber Jesus anschauen, dann erleben wir das er andere in Schutz genommen hat.
Am bekanntesten ist wohl die Frau, welche beim Ehebruch ertappt wurde. Würden die Gebote auf Bestrafung ausgerichtet sein, hätte Jesus direkt sagen können: Los steinigt die Frau. Weil die Gebote aber als Schutz für die anderen gedacht sind, lebt er uns vor: Bevor wir auf rechtmäßige Strafe bestehen, sollen wir uns selbst prüfen. Dies wird so wunderbar deutlich als er sagte: „Als sie nun anhielten ihn zu fragen, richtet er sich auf, und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Johannes 8:7 Luther 1545). Wie wäre eine Strafe mit Liebe in Einklang zu bringen?
Wir dürfen auch nicht vergessen, Gott fordert nichts von uns, was wir nicht können. Er lehrt uns mit Prüfungen und Niemand erwartet von uns sofort alle Gesetze halten zu können. Wenn wir aufrichtig Gottes Sohn, unseren Erlöser, Jesus Christus nachfolgen wollen, dann wird er Ss einrichten das Du dein Wissen mehren wirst und lernst in seinen Satzungen zu leben.
Satan hat uns die Lehre gebracht, dass Gott uns direkt perfekt haben will. Satan hat uns die Lehre gebracht, dass wir unwürdig sind mit all unseren Fehlern zu Gott zu finden. Aber Jesus lehrt uns: „Und als Jesus es hörte, spricht er zu ihnen: Die Starken bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“ (Markus 2:17 Elberfelder 1905).
Niemand muss im Vorfeld die Anweisungen kennen. Unser HErr wird uns Schritt für Schritt lehren.
Lasse Dir also keine Lügen einreden und vertraue darauf, dass unser HErr Dich ganz individuell lehren wird, wenn Du es wirklich willst.
16. Was ist eine Ehe?
In der Heiligen Schrift finden wir einzelne Beispiele und Erklärungen, was eine Ehe ist. An vielen Stellen finden wir Beispiele was verkehrt und was richtig ist. Die Grundlage für die Ehe finden wir schon am Anfang von 1.Mose: „Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut das der Mensch allein sei; Ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.“ (Genesis / 1.Mose 2:18 Luther 1545) „Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein, und Fleisch von meinem Fleisch. Man wird sie Männin heißen, darum, daß sie vom Manne genommen ist. Darum, wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und an seinem Weibe hangen und sie werden sein ein Fleisch.“ (Genesis / 1.Mose 2:22-24 Luther 1545) Die Ehe ist somit eine sehr wichtige Angelegenheit, es ist etwas Dauerhaftes. Zeitgleich geht es um den Beginn von etwas Neuem. Wenn wir unsere Eltern für die Ehe verlassen, dann beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt für uns. Es geht bei der Ehe nicht nur um oberflächlichen Spaß. Es geht um eine gegenseitige Unterstützung.
Als Kinder wurden wir von unseren Eltern unterstützt, zumindest sollte es so gewesen sein. Als erwachsene Menschen müssen wir unser Leben eigenständig führen. Aber wer unterstützt uns bei Problemen? Unser Ehepartner ist dann, neben Gott und unserem Erlöser, unsere Stütze.
Leider vergessen die meisten heute diesen so wichtigen Aspekt einer Ehe. Heute wird die Ehe nicht mehr ernst genommen. In unserer Wegwerfgesellschaft werden die meisten Beziehungen wie Ballast behandelt. Die Schrift lehrt uns an anderer Stelle: „Wer im geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu. Und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.“ (Lukas 16:10 Luther 1545). Diese biblische Weisheit stellt sich immer wieder als völlig wahr heraus. Menschen die nichts Dauerhaftes im Leben haben, sind einfach Beziehungsunfähig. Wer zum Beispiel unfähig ist ein Hobby oder ein Interesse zu pflegen, der ist auch unfähig eine sehr komplexe Beziehung, wie eine Ehe, zu pflegen. Wer immer unter dem Gefühl leidet, dass andere immer bessere Sachen haben, wird dieses Leiden auch auf Beziehungen und Sexualität übertragen. Wenn Menschen meinen, es ist nicht schlimm bei kleinen Dingen zu flunkern, werden sie auch in großen Dingen lügen. Unter anderem aus diesem Grund finden wir auch die biblische Aussage: „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet.“ (1.Thessalonicher 5:21 Luther1545). Wir sollen alles prüfen, also auch unser Gegenüber für die Ehe. Wenn unser Gegenüber gut ist, sollen wir uns für Sie oder Ihn entscheiden und bei uns halten. Was ist aber unser Maß für gut und ungut? Dazu finden wir: „Und prüfet, was da sei wohlgefällig dem HErrn.“(Epheser Eine Ehe ist also nichts, was unsere fleischlichen Verlange stillen soll. Die Ehe ist aus biblischer Sicht ein wesentlicher Grundstein in unserem Leben. Leider gibt es immer wieder völlig verschiedene Ansichten, ab wann eine Ehe geschlossen ist. Dabei ist die Bibel auch in diesem Punkt sehr aufschlussreich.
Wir lesen zum Beispiel bei Samson, dass die Feier nach der Art der jungen Männer gehalten wurde. Es gibt also keine Vorschrift wie eine Feier gestaltet werden soll. Wir finden aber immer folgende Elemente: a) Die Braut wird umworben b) Es wird ausgehandelt welche finanzielle Absicherung die Frau erhält c) Es wird eine öffentliche Feier veranstaltet, damit alle von diesem heiligen Bund erfahren Ab d) Die Eheleute ziehen zusammen e) Die Eheleute haben Sex und zu unterscheidet sich die Reihenfolge dieser Elemente, schließlich ist ja auch unser Leben nie mit einem anderen Leben identisch. Es geht immer um das Einhalten dieser Elemente. Auf unsere moderne Zeit übertragen bedeutet es: 92 a) Die Frau oder den Mann kennen lernen b) Durch die standesamtliche Heirat wird die finanzielle Absicherung hergestellt c) Eine Feier mit Familie, Freunde und Bekannte. Denn auch heutige kleine Orte beinhalten viel zu viele Menschen, um diese alle anständig zu bewirten. Und in unserer Gesellschaft interessieren sich meistens eh nur die Wenigsten für andere.
d) Die Eheleute ziehen zusammen e) Die Eheleute haben Sex Auch hier ist die Reihenfolge variabel und muss nicht exakt so eingehalten werden. Wenn wir jedoch beim Kennenlernen schon wissen, dass der Mensch vor uns, nur für Sex oder ähnlichem herhalten soll, dann sollten wir es direkt beenden. Um nicht unfreiwillig in Hurerei zu fallen, sollten wir den Sex grundsätzlich weit am Ende dieser ganzen Elemente haben. Gerade als junger Mensch, wo wir uns sehr oft von unseren Hormonen verleiten lassen, ist es wichtig nicht zu vorschnell sexuell aktiv zu werden. Einzig über einen einzigen Punkt können wir debattieren. Das ist die standesamtliche Heirat. Schließlich haben wir die Zusage: „Alle eure Sorge werfet auf ihn; Denn er sorgt für euch.“ (1.Petrus 5:7 Luther 1545). Wenn wir als Gläubige zu Gottes Volk gehören, dann versorgt er uns. Dass die Braut eine finanzielle Absicherung bedurfte, lag an den damaligen Zeiten. Heute wo es eine immer stärker globalisierte Struktur gibt, wird es auch aus weltlicher Sicht immer unnötiger für eine Absicherung zu sorgen. Schließlich wollen die Staaten die Abhängigkeit eines jeden Einzelnen, als Kontrollmaßnahme, und sorgen gerne für alle.
17. Darf ich mich scheiden lassen?
Diese Frage führt unter Gläubigen immer wieder zu große Debatten und vermutlich noch größeren Probleme. Die Erkenntnis das eine Ehe oder eine Beziehung nicht mehr funktioniert, ist immer ein sehr trauriges und sehr emotionales Erlebnis. Wenn dann noch die Gemeinde, die Familie oder Freunde ständig ihre Ansichten Kundt tun, wird die ganze Situation umso belastender. In so einer Situation ist es umso wichtiger zu wissen, was die Schrift dazu sagt.
Zu Anfang gab es kein Gedanke an Trennung. Schließlich waren sich alle bewusst wie schmerzhaft die Trennung von Gott war. Im Buch Genesis finden wir auch keine dauerhafte Trennung. Abraham trennte sich aus Angst von Sarah, als beide in Agypten waren. Später trennen sich auch Isaak und Rebekka für eine kleine Zeit in Agypten. In beiden Fällen behütet unser HErr jedoch die Ehen. Weil es keine Trennung gibt, erhält Jakob später auch zwei Frauen. Jakob liebte Rachel und ihm wurde Lea, durch den Betrug seines Onkeis, aufgezwungen. Da hätte Jakob sich auch von Lea scheiden lassen können. Damals gab es aber keinen Gedanken an eine Scheidung. Jakob war sich seiner Verantwortung für seine Frauen bewusst und blieb eben in der Polygamie verheiratet.
Erst im Buch Deuteronomium / 5.Mose 24:1-4 findet sich die Regelung zur Ehescheidung. Doch was ist hier plötzlich passiert? Gottes Volk war nun fast 500 Jahre mit den Einflüssen der ägyptischen Götzen und mit den ägyptischen Menschen in Kontakt gewesen. Durch diese kulturelle Vermischung ergaben sich eben neue Probleme und neue Denkweisen. Deshalb erklärt Jesus uns auch: „Ich aber sage euch: Wer irgend sein Weib entlassen wird, außer auf Grund von Hurerei, macht, daß sie Ehebruch begeht; und wer irgend eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“ (Matthäus 5:32 Elberfelder 1905). Er erklärt uns auch, weshalb Mose dieses Gebot gab: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit hat er euch dieses Gebot geschrieben;“ (Markus 10:5 Elberfelder 1905). Jesus sagt uns ganz deutlich: „Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Markus 10:9 Elberfelder 1905).
Jetzt wissen wir, dass wir uns nur bei Hurerei scheiden lassen können. Wieso sollen wir uns sonst nicht scheiden lassen? „Denn ich hasse Entlassung, spricht Jahwe, der Gott Israels; und er bedeckt mit Gewalttat sein Gewand, spricht Jahwe der Heerscharen. So hütet euch in eurem Geiste, daß ihr nicht treulos handelt!“ (Maleachi 2:16 Elberfelder 1905). Manche Übersetzungen sprechen hier auch von Ehescheidung, an Stelle von Entlassung. Wir sehen also sehr deutlich das eine Scheidung nicht im Sinn von Gott ist. Gott will uns aber glücklich haben. Nun ergingen diese Gebote zu einer Zeit als die Menschen sich noch aus dem Weg gehen konnten. Heute haben wir diese Möglichkeit nur noch sehr selten und sehr eingeschränkt. Da passiert es, dass wir mit einem Partner zusammen sind, der ungläubig ist. Vielleicht haben wir uns kopfüber verliebt gehabt und ohne Gott zu fragen eine Ehe begonnen. Vielleicht sind wir erst in der Ehe zum Glauben gekommen und unser Partner will unseren Erlöser nicht annehmen. Dies ist so ein besonderer Fall, dass erst Paulus dazu eine Regelung einführte: „So aber der Ungläubige sich scheidet, so laß ihn sich scheiden. Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fällen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen.“ (1.Korinther 7:15 Luther 1545).
Also um den Friedenswillen dürfen wir uns dann verlassen lassen. Dies ist auch im Einklang mit der Aufforderung, keine Gemeinschaft mit der Finsternis zu haben.
Wenn es also um sexuellen Betrug in der Beziehung geht, dürfen wir uns scheiden lassen. Wenn es um die Ehe von einem gläubigen und einem ungläubigen geht, dann dürfen wir den Ungläubigen gehen lassen. In allen anderen Fällen sollten wir ständig bemüht sein die Ehe aufrecht zu erhalten.
So wie Jesus Christus gnädig und treu zu uns ist, so sollen wir auch zu unserem Partner sein.
18. Werden Frauen in der Bibel unterdrückt?
Ganz oft bekommen wir gelehrt, dass zu den Zeiten der biblischen Stammväter, eine von Männern dominierte Gesellschaft herrschte. Aus der gewohnten, spät mittelalterlichen / früh neuzeitlichen, patriarchischen Gesellschaftsstruktur, glauben wir es auch. Damals schuf die Kirche die Männer dominierende Gesellschaft.
Selbst im Großteil des Mittelalters hatten Frauen mehr Rechte als irgendwann später. Zur Zeit der Stammväter waren Frauen sehr geachtet. Selbstverständlich hatten Frauen andere Aufgaben als die Männer. Doch zu keiner Zeit wurden Frauen im Volk Israel benachteiligt.
Zur Zeit Mose hatte Mirjam, die Schwester von Mose und Aaron, eine wichtige Rolle. Später hatte die Prophetin Deborah eine tragende Rolle. Selbst die Tochter des Pharaos bekommt eine Schlüsselposition.
Egal wo wir hinschauen, Frauen werden immer wieder wichtige Figuren. Wäre die Frau so benachteiligt worden, wie es oft propagiert wird, hätte Sarah zum Beispiel dem Abraham nicht widersprochen. Oder Thamar hätte sich niemals mit ihrem Schwiegervater angelegt. Bei unserer Betrachtung von der damaligen Frauenrolle, müssen wir diese Aspekte berücksichtigen: a) In unserem Glaubensleben geht es um die Lehren der Heiligen Schrift für Gottes Volk b) Wie andere Völker gelebt haben, spielt keine Rolle.
c) Wir müssen die Bibel für sich selbst sprechen lassen, ohne unsere eigenen Vorurteile hineinzubringen Das Neue Testament sagt uns ganz klar: „Ihr Männer, liebet eure Weiber. Gleich wie Christus geliebt hat die Gemeinde, und hat sich selbst für sie gegeben.“ (Epheser 5:25 Luther 1545) „Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben, als ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst." (Epheser 5:28 Luther 1545) „Ihr Männer, liebet eure Weiber, und seid nicht bitter gegen sie.“ (Kolosser 3:19 Luther 1545) Selbstverständlich schreien auch hier wieder welche auf: Das Neue Testament ist nicht die Zeit der Stammväter.
Damit haben die Kritiker grundsätzlich Recht. Die Kritiker vergessen nur: Die Geschwister aus dem Südreich haben ihre Traditionen bewahrt. Sie haben diese bis heute bewahrt.
Weshalb sollte den Menschen etwas gesagt werden, was diese Menschen schon lebten? Regeln müssen erst aufgezeigt oder eingeführt werden, wenn sich grundsätzlich etwas ändert. Wir sehen daran sehr schön: Erst zur Zeit der ersten Gemeinde, als Menschen aus anderen Kulturkreisen zur Gemeinschaft kamen, musste darauf ausdrücklich hingewissen werden.
So verstehen wir die Wichtigkeit der Frau besser. Ebenso war es eine Selbstverständlichkeit: Die Frau wurde durchweg respektiert. Deshalb berichtet uns das Alte Testament so oft von selbstbewussten Frauen. Das ist auch der Grund für die Frauen im Stammbaum unseres Erlösers: „Juda zeugte Pharez und Saram, von der Thamar. Pharez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram. [...] Salma zeugte Boas, von der Rahab. Boas zeugte Obed, von der Ruth. Obed zeugte Jesse. Jesse zeugte den König David. Der König David zeugte Salomo, von dem Weib des Urie.“ (Matthäus 1:3.5-6 Luther 1545).
Thamar und Rahab werden als Huren bezeichnet. Ruth war eine Fremde, eine Moabitin, als sie durch Naomi in die Heimat gebracht wurde. Die Frau von Uria, Bath-Seba, war eine Hetitherin. Sie war der Auslöser für den Mordauftrag, welchen König David gegen Uria beauftragte.
Alle Frauen, so gutherzig und anständig sie auch waren, stellen dunkle Zeiten in der Geschichte und Entwicklung des Volkes dar. Wären die Frauen grundsätzlich minderwertig oder schlecht betrachtet worden, hätte nicht eine einzige dieser Frauen es bis in den Stammbaum unseres Erlösers geschafft.
19. Dürfen Frauen lehren oder müssen sie schweigen?
Oft wird behauptet: „Frauen dürfen nicht lehren und sollen in der Gemeinde schweigen!“ Diese Ansicht gehört zu den oft missverstandenen Lehren. Ein generelles Schweigegebot für Frauen gibt es in der Heiligen Schrift nicht. Lediglich in theologisch geprägten Auslegungen wird diese Ansicht vertreten. Dies hat auch einen geschichtlichen Ursprung. Als die Kirche sich für die Unterdrückung der Frau eingesetzt hat, wurden die Aussagen von Paulus bewusst verdreht, um die eigenen Interessen irgendwie scheinbar biblisch zu begründen.
Wenn wir die Bibel lesen, dürfen wir die einzelnen Berichte nicht eigenmächtig in Widerspruch stellen. Gott und auch sein Sohn, Jesus Christus, ist unveränderlich und somit immer derselbe. Dies sagt uns die Schrift selbst: „Denn ich bin der HERR, der nicht lügt. Und es soll mit euch Kindern Jakob nicht gar aus sein.“ (Maleachi 3:6 Luther 1545) oder auch an dieser Stelle: „Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit.“ (Hebräer 13:8 Luther 1545).
Sofern Gott und unser Erlöser unverändert bleiben, ändern sich auch die Art und Weise von ihren Vorgaben nicht. Wenn nur eine einzige Stelle in der Heiligen Schrift den Frauen eine lehrende Position zuweist, dann ist diese gesamte theologische Auslegung hinfällig. Wer schweigt kann nicht lehren. Somit reicht auch nur ein Gegenbeispiel zur Widerlegung. Ich zeige Dir jedoch mehr als nur ein Beispiel auf: Gott fängt schon damit an, dass er sagt: „Darum, wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und an seinem Weibe hangen und sie werden sein ein Fleisch.“ (Genesis / 1.Mose 2:24 Luther 1545). Gott macht also ganz klar, der Mann soll sich an seine Frau hängen und nicht andersherum. Auch wenn die Frau als die Gehilfin des Mannes geschaffen wurde, bestimmt die Frau wo gewohnt wird. Da die meisten Theologien diesen Aspekt vernachlässigen, haben diese oft leichtes Spiel bei der sonstigen Vergewaltigung der Bibel.
Spätestens beim Auszug aus Agypten erhält eine Frau eine führende Rolle: „Und Mirjam die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken am Reigen. Und Mirjam sang ihnen vor: [...]‘ (Exodus / 2.Mose 15:20-21 Luther 1545). Ich höre schon die Proteste: Die Schwester Mose hat ja nur bei den Frauen eine Führungsrolle gehabt. Dann springen wir etwas zurück: „Zu derselbigen Zeit war Richterin in Israel, die Prophetin Debora, ein Eheweib des Lapidoth.“ (Richter 4:4 Luther 1545). Nach dem Mose und Josua nicht mehr waren, gab es die Zeit der Richter. Es war das höchste Amt beim Volk Gottes. Wie uns die Schrift aufzeigt, hat eine Frau über alle regiert. Gottes Volk war damals zwar ständig von ander en Nationen besetzt und beherrscht, was sich bis heute nicht geändert hat, dennoch war eine Frau die Führung. Was sie sagte war Gesetz. Wie wir lesen können, war Debora sogar mit Lapidoth verheiratet. Somit hat eine verheiratete Frau über ihren Mann regieren, nicht im heutigen Sinn von herrschen, können.
Auch weit vor Mose haben wir ein Beispiel, dass die Frau nicht schweigen braucht: „Und Sara sah den Sohn Hagar der ägyptischen, den sie Abraham geboren hatte, daß er ein Spötter war. Und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn. Denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak. Das Wort gefiel Abraham sehr übel, um seines Sohnes willen. Aber Gott sprach zu ihm: Laß dir's nicht übel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche. Denn in Isaak soll dir der Same genannt werden.“ (Genesis / 1.Mose 21:9-12 Luther 1545). Auch hier spricht die Frau frei heraus.
Ebenfalls soll der Mann auf die Frau hören. Wir sehen sehr schön: Es gibt keine grundsätzliche Schweigepflicht für die Frauen.
Es gibt noch viele Stellen mehr, wo Frauen eine sehr wichtige Rolle spielen. Es würde hier den Rahmen sprengen, alle Stellen ausführlich zu behandeln. Ich will Dir dennoch ein paar Stichpunkte nennen: a) Esther b) Maria als erste Zeugin der Auferstehung c) Eine Frau salbte unseren Erlöser d) Es wird eine Jüngerin erwähnt e) Bis zum 13.Jahrhundert gab es einen weiblichen Apostel Junia in der Bibel f) Johannes schreibt seinen Brief an eine Gemeindevorsteherin mit dem Namen Kyria g) Den längsten Dialog von unserem Erlöser hatte er mit der samaritanischen Frau am Brunnen h) Paulus grüßt Priscilla und ihren Mann, Aquila, immer im Wechsel: Mal nennt er die Frau vor dem Mann und dann wieder andersherum. Ganze sechs Mal grüßt er dieses Ehepaar. Selbst Paulus bevorzugte weder Mann noch Frau.
Das Frauen nur kleine Aufgaben in der Gemeinde ausüben dürfen, liegt einzig und allein an die Frauenverachtenden Doktrinen der Kirche, wel che Heute als kath. Kirche bekannt ist. Aus biblischer Sicht gibt es keine Benachteiligung für Frauen.
Woher kommt nun die Lehre, die Frauen haben zu schweigen? Weil Paulus es so schrieb. Jedoch wird, meines Erachtens nach, bewusst der Kontext ignoriert. Jedes Bibellexikon und so manche Studienbibel macht kein Geheimnis daraus, dass die Gemeinde zu Korinth sehr problematisch war. Zum einen lag es daran, dass dort viele Kulturen zusammen kamen und es dort viele verschiedene Götzendienste gab. Ebenso ist bekannt: Dort gab es schon Frauenbewegungen, die mit aller Gewalt die weibliche Gleichberechtigung wollten.
Schließlich haben die Götzenkulte durchweg die Erniedrigung der Frau als Leitmotiv. Selbst die Irrlehren der pseudochristlichen Vereinigung der Nikolaiten, haben Frauen als Besitz des Mannes betrachtet. Exakt so wie es ab dem Mittelalter von der Kirche propagiert wurde.
Wegen diesen chaotischen Zuständen schrieb Paulus, dieser chaotischen Gemeinde, die Frauen sollen schweigen. Wenn wir die Briefe des Paulus genau lesen, bezieht sich dieses Gebot auch nur auf verheiratete Frauen.
Hinzu kommt, dass zwar die Verse beisammen gehalten werden, aber die Absätze zerrissen werden. An dieser Stelle werden also zwei verschiedene Themen miteinander vermischt. Es ist einfach nur traurig, was die ganzen Theologen anrichten.
Der Kontext handelt davon, wenn eine Zusammenkunft erfolgt, soll diese geordnet stattfinden. Weshalb schreibt Paulus sowas? Wie gesagt, die dortige Gemeinde ging in totalem Chaos auf. Nun wird 1.Korinther 14:34, von den Worten her, richtig zitiert. Leider wird dort, abhängig von der Bibelübersetzung, der Vers 34 an anderer Stelle begonnen. „wie in allen Gemeinden der Heiligen. Eure Weiber lasset schweigen unter der Gemeinde. Denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern untertan seien. Wie auch das Gesetz sagt.“ (1.Korinther 14:34 Luther 1545) Wenn wir hier aufpassen, sehen wir das Luther den Vers kleingeschrieben anfängt. Es ist also das Ende vom vorherigem Vers. Deshalb beginnen andere Übersetzungen erst später: „Eure Weiber sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt.“ (1.Korinther 14:34 ElIberfelder 1905).
Aber auch dies ist nach den Grundtexten nicht richtig. Die meisten Grundtexte beinhalten diese Abschnitte nicht: a) „von euch allen“ (taucht erst ab 1550 n. Chr., zur selben Zeit und im selben Fund wie das Comma Johanneum, auf) b) „zu ihren Ehemännern“ (ein Fund welches zwischen 375 und 499 n. Chr. Geschrieben wurde) Diese Abschnitte sind erst in viel jüngeren Funden aufgetaucht. Wenn wir also die Sätze betrachten, welche von allen Funden zu 100% sicher sind, ergibt sich ein ganz anderer Vers: „Die Frauen in den Versammlungen sollen schweigen, weil Ihnen es nicht erlaubt ist zu sprechen, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.“ Diesee Übersetzung gefällt jedoch keiner verbreiteten Theologie. Weshalb diese Frauenverachtende Bibelauslegung nicht aufhört. Der Vers lässt nämlich viel eher die Frage aufkommen, weshalb Paulus so bedingungslos formuliert.
Bitte prüfe meine Aussagen, schließlich sagt die Schrift, dass wir alles prüfen sollen. Wenn Du zufällig keinen Grundtext zur Hand hast, schaue einfach auf dieser Website nach: https://greekcentr.org/collation/index.htm
20. Ist Selbstbefriedigung verboten?
Ganz oft wird diskutiert ob sexuelle Selbstbefriedigung in Ordnung oder sündig sei. Es gibt nicht viele biblische Stellen, die dieses Thema thematisieren. Ich sage ganz klar, die oft genannten Stellen, gegen die sexuelle Selbstbefriedigung, können wir erst einmal ignorieren. Um dieses Thema zu verstehen, bedürfen wir erst einmal ein Verständnis, worum es Gott für uns geht.
Gott will das wir eigenständig denkende und handelnde Menschen werden. Schließlich müssen wir, am Ende aller Tage, jeder einzeln für unsere Taten einstehen. Gott möchte uns dazu anregen unsere bewussten und unbewussten Entscheidungen so zu gestalten, dass wir nach Gutem streben und zum Wohl unserer Mitmenschen Entscheidungen treffen.
In der Bibel wird dies oft mit Herz (bewusste Entscheidungen) und Nieren (unbewusste Entscheidungen) bezeichnet. Unter diesem Aspekt verstehen wir diesen Vers viel besser: „Prüfe mich HERR, und versuche mich. Läutere meine Nieren und mein Herz.“ (Psalm 02 Luther 1545). Wenn also unbewusste und bewusste Handlungen wichtig sind, dann müssen wir die bewussten Entscheidungen als schlimmer betrachten. Schließlich ist es schlimmer, wenn wir uns mit Absicht gegen ein Gebot entscheiden.
Wenn nun eine unbewusste Handlung uns schon unrein macht, um wieviel mehr macht uns dann eine bewusste Handlung unrein? Und die Bibel besagt: „Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgeht, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden, und unrein sein bis auf den Abend.“ (Levitikus / 3.Mose 15:16 Luther 1545). Wenn der Mann durch einen Samenerguss im Schlaf schon unrein wird, dann gilt die sexuelle Selbstbefriedigung erstrecht als eine unsaubere Sache. Der Grundgedanke ist eben: In dem Moment, wo wir der sexuellen Selbstbefriedigung nachgehen, stillen wir unsere Lust und wir schaffen kein Leben.
21. Wieso darf ich keine Tattoos und Piercings haben?
Tätowierungen und Piercings sind in der Gesellschaft mittlerweile zu weiten Teilen anerkannt, doch die Bibel sagt uns ganz klar: „Und Einschnitte wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleische nicht machen; und Atzschrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin Jahwe.“ (Levitikus / 3.Mose 19:28 Elberfelder 1905). Aus diesem Vers wird oft das Verbot für Tätowierungen und Piercings abgeleitet. Sehr oft wird der einleitende Satz ignoriert. Wie immer geht es um unseren inneren Antrieb. Wenn wir mit den Bildern eine Form der Totenverehrung umsetzen wollen, ist es uns nicht gestattet. Schließlich verbieten die Lehren der Bibel uns eine Totenverehrung. Selbstverständlich dürfen wir unseren Verstorbenen gedenken. Wenn es aber dazu führt, feste Zeitpunkte und Rituale dafür zu bestimmen, wird es zu einer verbotenen Totenverehrung.
Uns lehrt die Bibel das wir uns von Totenbeschwörern und Sternendeuter und ähnlichem fern halten sollen, weil diese Menschen mit Satans Knechten zusammen arbeiten.
Zu bedenken gibt es auch, wir finden keine direkte Aussage das sich irgendwer tätowieren ließ. Lediglich das oben genannte Zitat, erwähnt diese. Rein biblisch können wir nicht sagen wer tätowiert war oder wer nicht. Wenn wir davon ausgehen: Wir werden nicht gehindert uns mit bunten Bildern oder Schmuck zu verschönern. Dann gibt es wieder gewisse Grundsätze zu bedenken: a) Ist der Tätowierer ein gottesfürchtiger Mensch?
b) Will ich diese „Verschönerung" aus egoistischen oder aus medizinischen Gründen?
c) Warum habe ich den Wunsch, ohne einen notwendigen Grund Schmerzen zu erhalten und zu erfahren?
Auf der anderen Seite gibt es für Piercings keine direkte Erklärung. Lediglich für Ohrlöcher finden wir: „Spricht aber der Knecht: Ich hab meinen Herrn lieb, und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden. So bring ihn sein Herr vor die Götter, und halt ihn an die Tür oder Pfosten, und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.“ Exodus / 2.Mose 21:5-6 Luther 1545). Hier werden Ohrlöcher, beim Mann, mit einer freiwilligen lebenslangen Knechtschaft verbunden. Ohne hier weiter auf die Bedeutung einzugehen, was Knecht sein bedeutet, sei erwähnt: Ein Knecht ist einfach nurein Arbeiter.
Wer sich, als Mann, Ohrlöcher stechen lässt, verpflichtet sich, sein Leben lang, denjenigen, der das Ohrloch sticht. Wenn Du Dich also piercen oder tätowieren lassen willst, solltest Du ganz genau deine Beweggründe hinterfragen. Wenn Du aber schon tätowiert oder gepierct bist und dann erst zum Glauben findest, lässt es sich nun nicht mehr ändern. Vergessen wir nicht was geschrieben steht: „Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen. Nun aber gebietet er allen Menschen, an allen Enden, Buße zu tun,“ (Apostelgeschichte 17:30 Luther 1545) „als gehorsame Kinder. Und stellt euch nicht, gleich wie vorher, da ihr in Unwissenheit nach den Lüsten lebtet." (1.Petrus 1:14 Luther 1545). Wenn Du vor deiner Umkehr, also in deiner Zeit der Unwissenheit, etwas Verwerfliches gemacht hast, dann wird Dir unser Erlöser es Dir vergeben. Wir werden aber auch dazu angehalten, nicht wieder zurück in unserem alten Lebenswandel zu verfallen. Umso wichtiger ist es, Dich ehrlich zu fragen, was deine Beweggründe sind.
22. Welche Frisur muss ich tragen?
Manche Gemeinde stört sich zu viel an Frisuren und andere stören sich fast gar nicht an Frisuren. Dennoch entstehen viele Debatten um die Frisur eines gläubigen Menschen. Zu unser aller Leid wird selten die Schrift im Ganzen betrachtet.
Würde die Schrift vollständig betrachtet werden, würden wir uns vermehrt automatisch die Frage stellen: Wie kommen so viele Unterschiede zustande? Bevor ich Dir also etwas über die „richtige” Frisur mitteile, möchte ich mit Dir wieder Grundlagen erarbeiten.
Wie das Sprichwort schon sagt, gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Wenn wir also andere Menschen kennen lernen, ist die Frisur eines der ersten Dinge, die wir sehen. Wir sind so geschaffen, dass wir auf alles, was wir irgendwie wahrnehmen auch reagieren. Daraus ergibt sich für alle Frisuren eine umfängliche Gültigkeit: Die Frisur muss gepflegt sein um nicht anstößig zu sein.
Mir ist bewusst, dass es auch Frisuren gibt, die verfilzt wirken müssen. Was ich hier mit gepflegt meine ist schlicht: a) Nicht stark aromatisiert, also stinkend b) Nicht fettig Nun ist die Frisur das einzige große Modeaccessoire, welches uns vom Schöpfer geschenkt wurde. Unsere Haare sind so genial geschaffen, dass wir sie uns immer wieder neu gestalten können. Wenn wir sie kürzen, wachsen sie einfach weiter. Zumindest bei den meisten Menschen. Wenn Du das mal mit deiner Nase oder deinen Ohren ausprobieren würdest, dann wärst Du gewiss sehr enttäuscht. Diese wachsen eben nicht mehr nach und es schmerzt sehr.
Somit ist es ein wahres Wunder, was wir geschenkt bekamen. Es wäre sehr schade, dieses Geschenk nicht auch sinnvoll zu nutzen. Nun bedeutet sinnvoll eben mit Sinn befüllen.
Wenn dein Sinn danach strebt aufzufallen, dann gestalte deine Haare auffällig, wenn Du unauffällig bleiben willst, dann gestalte deine Haare unauffällig.
Wir können sogar so weit gehen und sagen: Zeig mir deine Frisur und ich sage Dir, was Du bezweckst.
Nun werden in der Bibel verschiedene Frisuren und gesellschaftliche Probleme mit Frisuren benannt. Bis zum 3.Mose 19 werden Haare nur als Untersuchungsmerkmal erwähnt. Dann erst wird eine Frisur genannt: „Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundumher abschneiden, noch euren Bart gar abscheren.“ (Levitikus / 3.Mose 19:27 Luther 1545). Hier wird uns gesagt, dass wir uns eine bestimmte Frisur nicht schneiden sollen. Dies entspricht dem, was wir heute als Undercut verstehen. Bei Jeremia finden wir einige Gründe, weshalb wir diese Frisur nicht tragen sollen: „Agypten und Juda und Edom und die Kinder Ammon und Moab, und alle mit geschorenen Haarrändern, die in der Wüste wohnen; [...]" (Jeremia 9:25 Elberfelder 1905) Jeremia zeigt uns auf, dass die Feinde von Gottes Volk diese Gestaltung der Haare führten. Wie schon gesagt, unsere Haare zeigen anderen, wie wir denken. „Ihre Kamele sollen zum Raube und die Menge ihrer Herden zur Beute werden; und ich werde sie, die mit geschorenen Haarrändern, nach allen Winden hin zerstreuen, und werde ihr Verderben bringen von allen Seiten her, spricht Jahwe.“ (Jeremia 49:32 Elberfelder 1905) Hier wird ganz klar gesagt was mit denen geschieht, die sich mit dem Feind identifizieren: Sie werden alles verieren.
Zu dieser Regel gibt es noch eine weitere Regel. Nämlich wenn wir gegenüber Gott ein Versprechen gemacht haben: „So lange die Zeit solches seines Gelübdes währt, soll kein Schermesser über sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HERRN gelobt hat; Denn er ist heilig, und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen.“ (Numeri / 4.Mose 6:5 Luther 1545). Das ist auch der Grund, weshalb Samson seine Kraft verlor, als ihm die Haare abgeschnitten wurden.
Nach diesen Regeln ist deine Haargestaltung fast völlig frei. Aber woher kommen nun die ständigen Diskussionen um Frisuren? Sie entspringen leider wieder aus den falsch ausgelegten Aussagen des Apostel Paulus. Paulus schrieb: „Oder lehrt euch auch nicht die Natur, daß einem Manne eine Unehre ist, so er lange Haar zeugt.“ (1.Korinther 11:14 Luther 1545). Die Worte scheinen sehr unmissverständlich geschrieben zu sein. Was wir jedoch nicht gesagt bekommen, außer wenn wir uns mit den Frisuren zur damaligen Zeit befassen oder eben ein Bibellexikon zur Hand nehmen, die Geschwister aus dem Südreich trugen damals auch längeres Haar. So wie uns Johannes der Täufer beschrieben wird, wird er zumindest eine Zottelfrisur getragen haben. Waren Johannes der Täufer und der Richter Samson unehrenhafte Männer? Ganz sicherlich nicht.
Das Problem ist eben wieder speziell in der sehr unbeständigen Gemeinde zu Korinth zu finden. Vieles was Paulus in seinen Korintherbriefen schrieb, galt speziell für diese Gemeinde. Wenn wir zum Beispiel lesen: „Will sie sich nicht bedekken, so schneide man ihr auch Haar ab. Nun es aber übel steht, daß ein Weib verschnittenes Haar habe, oder beschoren sei; So lasset sie das Haupt bedekken.“ (1.Korinther 11:6 Luther 1545). Müssen wir zwangsläufig schauen, was es mit dem kahlen Kopf bei Frauen auf sich hat. Dann stellen wir fest, die Tempelprostituierten hatten, vermutlich aus hygienischen Gründen, geschorenes Haar. Dadurch wird eine Glatze bei einer Frau, zu einem Symbol der Unreinheit und des Ungehorsams.
Dies ergibt sich eben aus dem geschichtlichen Zusammenhang. So verstehen wir auch, dass es einfach nur eine kulturelle Entwicklung war, dass Männer kurze Haare und Frauen langes Haar trugen. Selbst lange Haarfrisuren bei Frauen werden nicht uneingeschränkt gut genannt: „Desselbigen gleichen die Weiber, daß sie in zierlichem Kleide, mit Scham und Zucht sich schmücken, nicht mit Zöpfen oder Gold, oder Perlen, oder köstlichem Gewand.“ (1.Timotheus 2:9 Luther 1545). Auch Apostel Petrus gibt so eine Anweisung: „Welcher Geschmuck soll nicht auswendig sein, mit Haarflechten und Gold umbehäangen, oder Kleideranlegen.“ (1.Petrus 3:3 Luther 1545). Wenn die Haare also dafür benutzt werden andere zu erniedrigen, wird es nicht gut geheißen. Wer seinen Wohlstand nach außen trägt, erhöht sich selbst und automatisch werden Mitmenschen erniedrigt.
Wenn wir die Beispiele und Anweisungen, aus der Heiligen Schrift, auf unsere moderne Zeit übertragen, bedeutet es: Wir können uns die Haare grundsätzlich so gestalten wie sie uns gefallen. Es kommt immer auf unsere eigene Motivation an. Wer seine Haare gestaltet, um Aufmerksamkeit zu erhalten, ist eben egoistisch. Wer seine Haare seinem Job entsprechend gestaltet, hat wenig Möglichkeit etwas zu ändern.
Also können wir, bis auf Frisuren wie den Undercut, keine bestimmten Vorgaben machen. Wir dürfen nur das Wesentliche nicht vergessen: Wer sich selbst über seine Motivation belügt, muss spätestens beim Endgericht dafür die Rechnung tragen.
23. Was ist die Seele?
Es ist fast schon sowas wie Allgemeinbildung, dass die Seele als etwas betrachtet wird, was irgendwie eigenständig in uns lebt. Ganz oft sagen Menschen, dass die Seele in den Himmel oder der Hölle kommt. Manche Menschen reden davon, dass die Seele sich einen neuen Körper sucht und so der Mensch reinkarniert. Das vermutlich liebste Druckmittel der kath. Kirche ist die gequälte Seele in der Hölle. Doch diese Auffassung der Seele ist nicht biblisch. So eine Betrachtung entstammt der griechischen Philosophie. Im griechischen wird es mit Psyche bezeichnet und dieser Begriff wird heute sehr viel und sehr oft benutzt.
Dabei definiert die Bibel schon sehr früh, wer oder was eine Seele ist: „Und Gott der HERR machte den Menschen aus dem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nasen. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele." (Genesis / 1.Mose 2:7 Luther 1545). Wir sehen sehr schön, die Seele ist der lebendige Mensch im Ganzen.
Wenn dem Menschen etwas fehlt, ist er keine Seele mehr. Der fleischliche Körper und der Atem des Lebens zusammen machen die Seele. Wenn nun der Körper fehlt, ist nur der lebende Atem da. Wenn der lebende Atem fehlt, ist nur noch der fleischliche Körper da. In beiden Fällen bedeutet es: Wir, also die Seelen, sind entschlafen. Selbst im Neuen Testament wird der Begriff in diesem Sinn benutzt: „Die nun sein Wort gerne annahmen, ließen sich taufen. Und wurden hin zu getan an dem Tage, bei dreitausend Seelen.“ (Apostelgeschichte 2:41 Luther 1545).
Wenn wir der Heiligen Schrift glauben, ist es ganz eindeutig: Sämtliche Leute, die angeblich mit Toten reden, die irgendwie mit verstorbenen Seelen kommunizieren oder Leute die angeblich schon zigmal reinkarniertt sind, sind entweder Dummschwätzer oder mit dem Bösen im Bunde.
24. Ist die Erde eine Kugel?
Die Debatte, ob die Erde eine Kugel ist oder eine Scheibe taucht immer wieder mal auf. Beide Seiten haben Argumente und die meisten sind sogar nachvollziehbar. Leider schauen nur sehr wenige Menschen in die Bibel hinein. Das wäre so einfach.
In Genesis 1:6 wird geschrieben, dass Gott eine Feste machte und damit die Wasser voneinander trennte. Das hebräische Wort für Feste ist: rägiya‘ Das Wort steht für eine gehämmerte Wölbung. Wenn wir also eine Wölbung haben, dann haben wir eine Schale. Unter einer Schale lässt sich eben keine Kugel ganz abdecken. Von dieser Seite her wäre eine kugelige Erde nicht vollständig von einem Himmel umhüllt.
Im Buch des Propheten Jesaja können wir lesen, dass sich der Himmel wie eine Schriftrolle zusammenrollen wird. „Und alles Heer des Himmels zergeht. Und der Himmel wird zusammengerollit wie eine Buchrolle. Und sein gesamtes Heer verwelkt, wie das Laub am Weinstock verwelkt und wie Welkes am Feigenbaum.“ (Jesaja 34:4 Elberfelder 2006).
Wie sollte unser Himmel, wenn dieser als eine Hülle um eine Kugel ist, wie eine Buchrolle zusammenrollen? Es wird zwar nicht oft auf die Form unserer Erde eingegangen, aber dafür sprechen die Stellen für sich selbst.
Der Gedanke das die Erde nicht flach ist, wurde erst vor etwa 150 Jahren verbreitet. Vor knapp 100 Jahren war es in der Wissenschaft normal, von einer hohlen Erde auszugehen. Durch solche Theorien entstanden Geschichten wie „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne.
Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue Theorien geschaffen. Keine Theorie hielt sich besonders lange. Selbst die Antiken Götzenkulte haben keine Kugelform für die Erde angenommen. Dies sollte uns zu denken geben, wenn über so viele Kulturen hinweg, keiner eine Kugelform in Erwägung gezogen hatte.
Wozu sollen wir, dafür unsere Zeit verschwenden? Andert es dein Leben? Andert es deine Beziehung zu Gott? Andert sich irgendwas lebenswichtiges bei Dir, wenn Du nun genau weißt, ob die Erde flach oder kugelig ist?
Vergessen wir nicht die Anweisung unseres Gottes: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des das oben im Himmel, noch des das unten auf Erden, oder des das im Wasser unter der Erde ist.“ (Exodus / 2.Mose 20:4 Luther 1545).
In diesem Sinn hoffe ich, Du kommst auch damit klar, ohne eine bewiesenen flachen oder kugeligen Erdenform zu leben.
25. Wie können wir die Bibel verstehen?
Viele Menschen scheuen sich die Bibel zu lesen. Stattdessen verlassen sie sich auf andere Menschen. Oder sie lesen sich irgendwelche Zusammenfassungen durch. Was auch beliebt ist, abzuwarten das irgendwelche biblischen Geschichten verfilmt werden. Unterstützend und begleitend, zum eigenen Bibelstudium, sind solche Dinge sehr nützlich. Es hilft uns aber nur begrenzt geistig zu wachsen. Es gibt nicht eine biblische Verfilmung, die sich vollständig und allein auf die Bibel stützt. Es gibt keine Zusammenfassung, die jedem Menschen richtig hilfreich ist. Wenn wir die Bibel nicht selbst lesen, wissen wir nicht, ob es stimmt, was wir erfahren.
Es gibt eine grundsätzliche Anleitung wie wir die Bibel verstehen lernen. Das Einzige, was wichtig ist: Wir müssen Gott um den Heiligen Geist bitten. Jesus sagte uns: „Aber der Tröster der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der selbige wird's euch alles lehren, und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14:26 Luther 1545). Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass der Heilige Geist uns die ganze Heilige Schrift auf einmal in unser Wissen übermittelt. Der Heilige Geist ist lediglich die Grundlage, damit wir eine Führung bekommen. Wenn Du also einfach anfängst die Bibel zu lesen, machst Du zwar einen guten und wichtigen Schritt. Doch Du überspringst den ersten Schritt. Erst nach deinem Gebet solltest Du anfangen zu lesen. Am Anfang ist es nicht ganz so wichtig welche Bibelübersetzung Du verwendest. Am Anfang geht es darum, dass Du grundsätzlich liest. Denn der Heilige Geist kann uns nur an etwas erinnern, also müssen wir es vorher gesehen, gehört oder gelesen haben. Es kann auch sein, dass Du anfänglich eine leichtverständliche Bibel besser nachvollziehen kannst. Es ist eine Frage von regelmäßigem lesen und über das Gelesene nachzudenken. Manchen Menschen hilft es, wenn sie das Gelesene auf selbst erlebte Erfahrungen übertragen. Anderen hilft es, nach bestimmten Mustern im Text zu schauen. Was Dir hilft, um die Schrift zu verstehen, kann Dir keiner genau sagen. Lasse Dich einfach vom Heiligen Geist eiten.
Nach einer kurzen Zeit wirst Du selbst schon den Drang haben, über das Gelesene zu sprechen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt beginnst Du die Bibel zu verstehen. Bei deinem eigenen Bibelstudium ist es sehr hilfreich, wenn Du selbst liest, Dich unterhältst und wenn Du anderen viel zuhörst. Aber egal wie Du versuchst die Heilige Schrift zu verstehen, bleib entspannt und setze Dich nicht unter Druck. König Salomo sagte schon: „Denn wo viel Weisheit ist; Da ist viel Grämens. Und wer viel lehren muss; Der muss viel leiden. [...] Ein jegliches hat seine Zeit. Und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger 1:18; 3:1 Luther 1545).